Stadtbrand Schladming 1618

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Der Stadtbrand Schladming 1618 vernichtete am 4. April 1618 die gesamte Stadt Schladming.

Ereignis

Kein einziges Haus innerhalb der damals bestandenen Ringmauer blieb von diesem Stadtbrand verschont. Eine alte Chronik berichtet, dass es 140 Feuerstätten gegeben habe. Aus einer Bittschrift der Schladminger Bürger vom 6. Juni 1618 an Kaiser Ferdinand II. erfährt man, dass der Brand infolge einer Unachtsamkeit des Bierbrauers Balthasar Seriz entstanden war, der (im heutigen Gasthofs Fischbachers) seine Braustätte hatte, wo es zur Überhitzung einer Bräupfanne gekommen war. Starker Wind begünstigte die rasche Ausbreitung der Flammen, so dass innerhalb einer halben Stunde die gesamte Stadt brannte. 142 Häuser wurden dann binnen drei Stunden vernichtet. Das Feuer fand auch deshalb reichlich Nahrung, weil zu jener Zeit die Häuser alle aus Holz bestanden und zum Brandzeitpunkt auch trocken waren.

Fast alle Bürger verloren ihr gesamtes Hab und Gut. Sie wurden in Notquartieren in den umliegenden Bauernhöfen untergebracht. Viele Kellergewölbe stürzten ein und vernichteten so auch den Großteil der Lebensmittelvorräte in Schladming.

Aber die Schladming setzten alles auf einen raschen Wiederaufbau. So erstanden noch im Jahr des Feuers wieder das Pröbstl-Haus (heute Posthotel Schladming) und das Haus des Marktrichters Martin Reißinger von Prüglstein (heute Pension Flechner).

Dem Feuer fiel auch der Marktfreibrief von 1530 zum Opfer[1].

Quellen

  • Der Ennstaler, Sonderausgabe 100 Jahre Der Ennstaler, August 2006

Einzelnachweise

  1. Schladming im Schatten von Haus im Ennstal