Sozialdemokratische Partei Österreichs

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Sozialdemokrat Alois Guggi, Bürgermeister von Gröbming

Die Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ) ist eine politische Partei, die auch im Ennstal wesentlich vertreten ist.

Geschichte der Partei im Ennstal

Die Sozialdemokraten konnten in den Wahlen der frühen Zwischenkriegszeit insbesondere in den von Eisenbahn und Industrie dominierten Gemeinden Erfolge verbuchen. So waren und sind dies zum größten Teil heute noch Gemeinden wie Liezen, Selzthal, Rottenmann oder Trieben. Stellten aber in den 1920er Jahren auch mehrmals den Bürgermeister in der Gemeinde Lassing (mit dem damals eingemeindeten Ortsteil Neulassing.

Am 12. Februar 1934 wurde die sozialdemokratische Partei in ganz Österreich, also auch im Ennstal, verboten, dies galt auch für alle nahestehenden Vereine und Organisationen. 1945 gründete sich die SPÖ neu.

Die Wahlergebnisse der SPÖ bei Gemeinderatswahlen seit 1990

1990 konnte die SPÖ 43,52 % der Stimmen verbuchen, was die relative Mehrheit bedeutete. Wichtigste Hochburgen waren Stainach mit 54,76 %, Rottenmann mit 55,44 %, Liezen mit 60,22 %, Trieben mit 77,74 % und insbesondere Selzthal mit 81,73 %, was den höchsten Wert für die SPÖ bedeutete. Derartig hohe Stimmenanteile für die SPÖ sind in der Eisenbahngemeinde Selzthal typisch.

1995 verlor die SPÖ im Vergleich zur vorherigen Gemeinderatswahl einige Prozentpunkte und kam auf 40,47 %, blieb jedoch stärkste Kraft. Die Verluste machten sich auch in den Hochburgen bemerkbar. Am stärksten jedoch in Selzthal, hier verloren die Sozialdemokraten 14,57 % und kamen auf 67,16 %.

2000 konnten insgesamt ein Stimmenzuwachs verbucht werden, die SPÖ wurde von 42,09 % der Wählerinnen und Wähler gewählt. Den stärksten Zugewinn verbuchten sie in Selzthal, wo der Zuwachs von 12,66 % den vorhergegangenen Verlust beinahe ausgleichen konnte.

2005 gab es ähnliche Ergebnisse, die SPÖ stellte mit 42,88% abermals die Mehrheit, knapp gefolgt von der ÖVP mit 41,10 %. In Selzthal stellte die SPÖ wieder beachtliche 86,85 %. In Ardning gelang der SPÖ erstmals die Mehrheit über die ÖVP.

2010 kehrte sich die Mehrheitssituation um, denn die ÖVP überholte die SPÖ, welche nun mit 36,69 % auf Platz zwei lag. Große Verluste mussten sie in Rottenmann (15,72 %) sowie in Trieben (18,80 %) auf sich nehmen.

2015 verloren SPÖ und ÖVP zum größten Teil auf Kosten der FPÖ. Die wichtigsten Gemeinden konnte die SPÖ, wenn auch mit Verlusten, halten.

Schwerwiegender für die SPÖ sollte sich die Landtagswahl 2015 erweisen. Sie verlor dabei 8,97 % der Stimmen im Vergleich zur Landtagswahl 2010. Beachtlich sind dabei die zweistelligen Verluste in Gemeinden wie Trieben, Rottenmann und Selzthal.

Grundsätzlich lässt sich ein Trend dahingehend erkennen, dass die SPÖ im Ennstal kontinuierlich Stimmen verliert.

Aktuell

Aktuell (2016) stellt die SPÖ in elf Gemeinden den Bürgermeister. Die letzten Gemeinderatswahlen fanden 2015 statt.

Vorsitzender im Regionalvorstand ist Ewald Persch. Der Gemeindevertreterverband wird von Bürgermeister Mag. Rudolf Hakel geführt. Für den Nationalrat stellt Elisabeth Hakel die Abgeordnete.

Langjährige Bürgermeister der SPÖ sind beispielweise Rudolf Hakel, seit 2000 in Liezen, Hermann Watzl seit 2004 in Hall bzw. seit 2015 in Admont und Alois Guggi, seit 2007 in Gröbming.

Quellen