Sophie Großauer

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Sophie Großauer (* 14. April 1862 in Aussee) feierte am 14. April 1942 ihren 80. Geburtstag.

Leben

Die zu ihrem 80. Geburtstag noch rüstige Bäckermeisters- und Ökonomieratsgattin Sophie Großauer, verw. Klackl, geb. Wiesinger, erblickte in dem stilvollen, zu Ende des 14. Jahrhunderts erbauten Wiesingerhaus nächst der Erzherzog-Johann-, früher Mautbrücke, das sie jetzt noch mit ihren Familienangehörigen bewohnt, das Licht ihrer schönen Bergheimat. 1882 vermählte sich die damals Zwanzigjährige mit dem letzten Postmeister von Aussee, Klackl. Ihm gehörte damals das später im Besitz des Kaufmannes Josef Stöger befindliche Haus oberhalb des Hotels Post, und dort befand sich damals auch das Postamt.

Die Hochzeitsreise ging nicht weit, nur bis Ischl, wurde aber durch die Romantik der Fahrt eigenartig. Eine Extrapost, bespannt mit zwei Schimmeln, trug die Neuvermählten unter trautem Hornblasen des auf hohem Kutschbock thronenden Postillons über den Pötschenpass.

Der Ehe entstammen zwei Söhne, Weltkriegskämpfer, von denen der eine seit dreißig Jahren (Stand 1942) als Ingenieur in leitender Stellung bei einem Wiener Fabriksunternehmen war, der andere als Geschäftsmann 1939 in Bad Aussee starb. Die Tochter der Achtzigjährigen, Postoberoffizialin i. R., war Stütze ihrer Mutter in Haus, Gut und Wirtschaft.

Von den drei Enkelkindern stand der männliche Enkel im Waffendienst.

Ein Ahne der Jubilarin namens Johann Kain war kaiserlicher Fischmeister in Grundlsee und ein Jugendfreund des volkstümlichen Erzherzogs Johann von Österreich, der oft und gerne im Ausseerland weilte. Johann Kain betrieb in seinem Haus bei der Seeklause - später zum Kyfshäuserheim gehörig, früher Villa Rebenburg - eine Gastwirtschaft, die mit Vorliebe vom Prinzen Johann und anderen kaiserlichen Gästen besucht wurde und auch der Treffpunkt zahlreicher Maler, Dichter und Schauspieler von Rang und Namen war.

Quelle