Soldatenfriedhof Hieflau

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Soldatenfriedhof Hieflau
Der Soldatenfriedhof Hieflau ist ein Friedhof in Wandau in Hieflau, Gemeinde Landl, im Osten des Bezirks Liezen.

Allgemeines

Er beherbergt Gräber von etwa 70 Soldaten des Zweiten Weltkriegs. Es handelte sich dabei um Soldaten, die in den letzten Kriegswochen 1945 versprengt waren und ihren Truppenteil suchten. Sie wurden wegen mangelnder Ausweisleistung von einem Schnellgericht der deutschen Wehrmacht zum Tode verurteilt und an Ort und Stelle liquidiert. Namentlich sind zur Zeit 29 Opfer bekannt. Weitere 15 unbekannt. Alle sind auf 19 Grabstätten verteilt.

Der freischaffende Hieflauer Künstler Max Tischhart schuf 1966 das Mahnmal. Friedhofsmauer, Steinstufen und die Überdachung kamen im Jahr 1993 hinzu. 1995 wurde das schmiedeeiserne Tor anstelle eines bis dahin hölzernen angefertigt. Im Herbst 1979 wurde das Kreuz erneuert.

Jedes Jahr findet Ende Oktober eine Gedenkfeier statt.

Die Hinweistafel berichtet:

In den letzten Kriegswochen 1945 wurden hier von einem Auffangstab der Deutschen Wehrmacht ca. 70 auf dem Rückmarsch versprengte und ihren Truppenteil suchende Soldaten der verschiedensten Waffengattungen wegen mangelnder Ausweisleistung durch ein Schnellgericht zum Tode verurteilt und inmitten des bestandenen Hochwaldes gnadenlos und ohne Erbarmen liquidiert. Der im ersten Drittel des Friedhofes stehende Baumstumpf ist noch ein stummer Zeuge von der damaligen Tragödie und zeigt die Stelle, wo die Soldaten aus der Ferne und der näheren Heimat ihr Leben aushauchten und verbluteten. 1966 wurde an dieser Stelle ein eindrucksvolles Mahnmal errichtet.

Quellen