Sideritbergbau auf der Teltschenalm

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Sideritbergbau auf der Teltschenalm

Einleitung

Die Hinterberger Teltschenalm befindet sich inmitten der Berglandschaft zwischen dem Grundlsee und der Ortschaft Obersdorf der Gemeinde Bad Mitterndorf. Im Lagerstättenarchiv der Geologischen Bundesanstalt ist hier ein historischer Eisenspatbergbau offiziell in der Zeit zwischen 1798 und 1893 vermerkt. Die Anfänge dieses Erzabbaus dürften jedoch viel weiter in die Vergangenheit zurück reichen.

Geologische Verhältnisse

Geologisch liegt das ehemalige Bergbaugebiet im Gutensteiner Dolomit der Nördlichen Kalkalpen. Die lager- und linsenförmige Vererzung beschränkt sich auf den Übergangsbereich zwischen Dolomit und den unterlagernden Werfener Schichten. Es handelt sich um feinkörnigen Siderit, der Bleiglanz- und Schwefelkies-führend ist.

Details zum Bergbau

Offiziell bestand das Grubengebäude dieses kleinen Bergbaubetriebs aus sechs Stollen und einem Schacht. Es gab auch eine Benennung der Stollen, wie etwa den oberen und unteren Josefistollen, den Eisengrabenstollen und den Theresia-Franz-Amalia-Stollen. Heute besteht nur noch der Stollen Achzloch.

Abgebaut wurde ein Mangan-reicher Siderit, der durch seine schwarze Farbe besticht. Auch Blei und Zink, sowie eine Reihe weiterer Erzminerale wurde nachgewiesen. Die historische Erzdeponie im oberen Bereich der Teltschenalm ist noch immer erhalten.

Mehrere Jahrzehnte nach der Schließung des Bergbaubetriebs wurde im Jahr 1938 das Rohstoffvorkommen noch Mal Interessensgebiet für die Rohstoffversorgung des Dritten Reichs. Es kam zwar zur Entnahme und Analyse von Proben, aber es folgten keine Abbautätigkeiten.

Quellen

  • Geoportal GIS Steiermark
  • Lobitzer, H. (2011). Geologische Spaziergänge. Ausseerland – Salzkammergut. Wien: Geologische Bundesanstalt
  • Mandl, G. W., Van Husen, D. & Lobitzer, H. (2011). Geologische Karte der Republik Österreich 1:50.000, Erläuterungen zu Blatt 96 Bad Ischl. Wien: Geol. B.-A.
  • Weidinger, J. T., Lobitzer, H. & Spitzbart, I. (Hrsg., 2003). Beiträge zur Geologie des Salzkammergutes. Gmundner Geo-Studie, 2, Gmunden