Schlund

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Doline (I), Lichtloch (II) und Schlund (III) eines Höhlensystems. Skizze nach A.Penck 1903
Schlund In den Karen

Schlund ist ein Begriff aus der Geologie.

Beschreibung

Damit wird eine Oberflächenform bezeichnet, die besonders häufig in Karstregionen mit geringer Geländeneigung auftritt. Er tritt in Form eines tiefreichenden, meist kreisrunden Lochs von einigen Metern Durchmesser auf.

Sie entstehen aus Klüften und Fugen im Gestein, durch welche kohlensäurehaltiges Wasser eindringt und die Auflösung des Kalksteins (oder Dolomitsteins) initiiert. Dadurch werden die Klüfte zu Röhren umgewandelt und vom Fließen des Wassers versteilt. In größerer Tiefe bilden sich dann Hohlräume mit einem unterirdischen Gewässernetz und oft auch Höhlensysteme.

Die schachtartigen oder trichterartigen Löcher stellen für Wanderungen in den Kalkalpen und ähnlichen Gebirgen eine Gefahr dar, insbesondere wenn sie durch Latschen (Legföhren) überwachsen oder von Schnee überdeckt sind. In guten Wanderkarten werden daher alle wegnahen Schlunde als schwarzer Punkt markiert und oft mit "Schl" bezeichnet.

Karstgeologen sprechen auch vom Schlund, wenn sich eine breite Doline in der Tiefe verengt. Dieser enge Abfluss für das Regen- oder Schmelzwasser führt dann hinunter bis zum Höhlenfluss oder gestauten Karstwasser.

Schlünde im Bezirk Liezen

In den Karen im Bereich des Großen Tragls
Im Zwisch im Öderntal
Auf der Zleimalm in Bad Mitterndorf
Im Bereich des Vorderen Ofenkogels

Quelle