Schloss Stainach

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Vischer - Topographia Ducatus Stiriae - Schloss Unterstainach im Jahr 1681
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Das Schloss Stainach ist ein historische Gebäude in der Marktgemeinde Stainach im Ennstal.

Geschichte

Das Schloss Stainach, ehemals Schloss Unterstainach genannt, war Ende des 13. Anfang des 14. Jahrhunderts Ansitz eines Zweiges der Stainacher, das Schloss war im 16. Jahrhundert in den alten und in den neuen Stock geteilt. Als im Ennstal 1525 der Bauern und Knappenaufstand ausbrach, wurde Unterstainach völlig ausgeplündert. Der Chronist Wolf Andrä von Stainach verfasste hier die sehr bekannte Familienchronik der Stainacher. 1689 wird Unterstainach als sehr beschädigt geschildert. Der Grundriss des Schlosses Stainach auf dem Katasterplan von 1825 zeigt einen geschlossenen Vierseitenbau mit angegliederten Seitentrakten. Diese und die geschlossene Rückseite fehlen heute. Nach Zeichnungen aus dem 19. Jahrhundert sieht das Schlossgebäude wie eine Villa mit pagodenähnlichem Dach aus, Wernbacher spricht 1900 von einem Mittelding zwischen Schloss und Villa. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts bekam das Schloss Stainach das derzeitige Aussehen.

Die seit 1767 gräfliche Familie von Stainach hat das Schloss 1818 verkauft. Der Familienzweig der Stainacher ist im Jahre 1929 ausgestorben. Weitere Besitzer waren - Ritter von Friedau, Eveline von Neumayer, Graf Deym. 1952 kaufte die Familie Harriet und Fritz Hartmann das Schloss Stainach. Nach dem Tod von Harriet Hartmann ging das Schloss an ihren Neffen Dkfm. Kaufmann über, der das Schloss liebevoll renovierte.

Veranstaltungen

Zu Pfingsten 2018 war das Schloss erstmals Schauplatz des Stainacher Weisenbläsertreffens.

Bilder

  • Schloss Stainach – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien bei Ennstalwiki

Quelle

  • Grössing, Friedrich: Stainach von den Anfängen bis zum Ersten Weltkrieg, Stainach 1982