Schloss Grünbühel

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Vischer - Topographia Ducatus Stiria - 146 Grünbichl bei Rottenmann
Schloss Grünbühel, auch Grünbüchel oder Grünbichl, ist ein denkmalgeschütztes historisches Gebäude in der Paltentaler Stadt Rottenmann, wo es sich im nördlichen der Stadt im Ortsteil Villmannsdorf befindet.

Gebäude

Das Schloss ist ein düsterer langgestreckter Bau mit Eckrisaliten. Manche Räume sind mit Stuckdecken aus dem 17. Jahrhundert ausgestattet. Die Kapelle wurde Ende des 17. Jahrhunderts erneuert.

Geschichte

Um 1419 wurde erstmals als „Hof am Püchl“ der Familie Püchler urkundlich genannt. Über diese kam es durch Heirat von Margarethe, Tochter des Caspar Püchler zu Schöder und der Christina von Pain, mit Hans von Hofmann von Grünbühel in den Besitz der Familie Hofmann, die sich danach „von Grünbühel“ nannte. Nach Übernahme der Burg Strechau durch die zu Freiherren erhobenen Hofmann wurde diese zum Hauptsitz dieser Familie. Nachdem die letzte Erbin der Familie Hofmann, Anna Potentiana Jörger aufgrund ihres protestantischen Glaubens das Land verlassen musste, wurde Grünbühel verkauft. Es wechselte oftmals seine Besitzer, so die Grafen Stainach, Freiherren von Putterer und die Grafen Welsersheimb.

Vor 1640 brannte das Schloss das erste Mal aus und wurde wiederaufgebaut. 1843 erwarb Matthias Schupfer das Schloss und stellte einen Saal den evangelischen Gläubigen von Rottenmann als Betraum zur Verfügung. In der Nähe des Schlosses entstand auch ein Friedhof. Durch seine Erben kam es an die heutigen Besitzer, die Familie Thörler. 1866 gab es einen weiteren Brand im Schloss, bei dem größte Teil des vierkantigen Gebäudes zerstört wurde.

Literatur

  • Franz Wohlgemuth: Geschichte der Pfarre Gaishorn und des Paltentales. Gaishorn, 1955
  • Bundesdenkmalamt (Hrsg.): Dehio-Handbuch. Die Kunstdenkmäler Österreichs: Steiermark (ohne Graz). Rottenmann. Schloss Grünpichl. Verlag Berger, Horn/Wien 1982/2006, 2. unveränderte Auflage, S. 411, ISBN 3-85028-422-0