Schladming nach der Wiederkatholisierung

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Dieser Artikel befasst sich mit Schladming nach der Wiederkatholisierung am Beginn des 17. Jahrhunderts.

Geschichte

Bei der Gegenreformation im Jahr 1600 mussten etwa 110 Knappen und Bauern von Schladming aus dem Land ziehen. Die „gänzliche Gefährdung des Schladminger Bergbaues durch die Gegenreformation Ferdinands II." muss wohl zu den alten Fabeln gerechnet werden. Denn gerade nach 1600 finden findet man ungemein rührige Gewerken in Schladming und in Öblarn, namentlich die „Lahmann" und deren Nachfolger, die „Legarantschen Erben", die „Fugger", die „Feuersenger" mit den „Lürzern" u. a.

In den Jahren 1602 bis 1612 ist Besitzer des Öblerischen und großenteils auch des Schladmingerischen Bergwerkes Baltasar Lahmann. Im Grazer Landesarchiv liegt ein „Haubt-Inventari alles und jedes, was mit Beschluß und Ausgang des 1619. Jahres bei dem ganzen Schlädming- und Öblerischen Perck- und Schmelz-Handel geinventirt" wurde. Dieses Inventar gibt reichlichen Einblick in das Bergwerksleben um 1620. Die Kommission dauerte vom 7. bis zum 14. Jänner 1620 und bestand aus den Herren Christoffen Jochner, kaiserlicher Landrat und Pfandinhaber der Herrschaft Wolkenstein (mit Schladming), Hans Bartlmee von Moßhaimb zu Dannegg und Lengendorf (bei Gröbming) und Elias Differegger, der kais. Majestät Bergrichter und Waldmeister von Schladming. Zeuge waren Hans Heinrich Schmid zu Wellenstein, der Herren Lahmannischen Erben Berg- und Schmelzwerksverweser im Ennstal, und Simon Noel, Hüttenverwalter.

Quelle

  • Hutter, Franz: Geschichte Schladmings und des steirisch-salzburgischen Ennstales, Graz, 1906, Verlag von Ulr. Hofers Buchhandlung