Schladming Geschichte - zeitgenössische Artikel

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Der Artikel Schladming Geschichte - zeitgenössische Artikel bringt einige historische Beiträge aus der Reihe Heimatkundliche Blätter von Schladming.

Beschreibung und Statistik aus vergangener Zeit

Schon lange vor der Zeit, als der Fremdenverkehr im Lande Einzug hielt, gab es in der Literatur verschiedene Hinweise auf die Charakteristik steirischer Städte und Märkte, wobei man es allerdings des öfteren mit der Stichhhältigkeit nicht allzu genau nahm, wenn es zum Beispiel um die Beurteilung von Kunstwerken, oder um Schilderung historischer Begebenheiten ging. Dennoch findet man in diesen topographischen Darstellungen viele Details aus dem örtlichen Leben, die heute unbekannt oder vergessen sind.

„Repertorium der Steyermärkischen Geschichte, Geographie, Topographie, Statistik und Naturhistorie“

Joseph Carl Kindermann schrieb im Jahre 1798 folgendes über Schladming:

Schladming, im Judenburger Kreis, ein ziemlich großer und ansehnlicher Markt von 160 Häusern, an der Ens, an der Straße aus dem Ensthal nach der Salzburgischen Stadt Radstadt, 30 ½ Meilen von Grätz. Hier ist eine Pfarre des Dekanates Haus, ferner eine Berggerichtssubstitution, ein Kupfer- und ein Eisenhammerwerk und eine Tabacklegstätte. Der Ort ist einer gleichnamigen, den Grafen von Saurau gehörigen Fideicommißherrschaft unterthänig. Die Lutheraner haben hier ein Bethaus, Vorzeiten war der Ort eine Bergstadt. Bey Schladming ist ein landesfürstliches Kobald- und Kuplerbergwerk.

„Historisch Topographischen Lexicon von Steyermark”

Wesentlich ausführlicher berichtet Carl Schmutz 1822 in seinem Historisch-topographischen Lexicon von Steyermark über Schladming:

Schladming im Judenburger Kreis liegt 14 Meilen von Leoben und 17 Meilen von Judenburg entfernt. Das Vicariat, genannt St. Achatz in Schladming gehört zum Decanat Haus. Dieses Vicariat hat Unterthanen in Breineck, Maystatt, Rohrmoos und Unterthal. Häuser 170, Wohnparteien 180, einheimische Bevölkerung 743, wovon 378 weiblich. Viehstand 13 Pferde und 71 Kühe. Hier ist eine k. k. Poststation, ein Bergamt, ein dem Gröbminger Straßen-Commissariate untergeordnetes Wegmeisteramt, ein evangelisches Bethaus, 4 Brücken, eine Trivialschule von 93 Kindern, ein Armeninstilut mit 13 Pfründnern.

Am Montag nach hI. Dreikönig, Montag nach dem dritten Sonntage in der Fasten, Montag nach Maria Namenfest und am Montage nach Martini werden hier Jahrmärkte gehalten.

Hier wurden im Jahre 1781 von dem Bergverwalter Seling mit Holzkohlenvermischte Steinkohlen verwendet, und zu Vitriol und Alaunsudzwecken benützt; man gewann im Jahre 1797 400 Zentner.

Der Schladmingbach treibt hier 2 Hausmühlen und 1 Stampf, 1814 verunglückte dieser Markt durch Feuerschaden.

„Das Herzogthum Steiermark; georgraphisch-statistisch-topographisch dargestellt“

Georg Göth, Professor für MathematikamJoanneum zu Graz hat sich in seinem dreibändigen Werk, im dritten, 1843 erschienenen Band eingehend mit Schladming befasst. Auszugsweise seien hier die wesentlichsten Informationen wiedergegeben, soweit sie den Ort selbst betreffen. Über die Bergbaue in den Schladminger Tauern berichtet Georg Göth gesondert im Abschnitt „Steuergemeinde Rohrmoos".

Am Thalbache, der nächst Schladming in die Enns fällt, liegen 3 Mauthmühlen, 2 Ölstampfen, 1 Säge-, 1 Zerrenn-, 1 Streck- und 1 Kupferhammer. Die Bevölkerung besteht aus 456 männlichen und 578 weiblichen lndividuen, 250 sind katholisch und 784 akatholisch.Die Zahl der Häuser ist 170. Da die politische und Justizverwaltung des Magistrates Schladming und der Katastralgemeinde Schladming dermal von der Herrschaft Haus im gleichnamigen Schlosse besorgt wird, so befindet sich in Schladming kein öffentliches Amt, als das k. k. mont. Waldamt mit einem prov. Waldamtsleiter, 1 Förster und 1 Revierjäger.

In Schladming findet sich eine Pfarre des Dekanates Haus. Die Geistlichkeit besteht aus 1 Pfarrer und 1 Kaplan. Die Zahl der Geburten in dieser Pfarre, zuwelcher außer der Marktgemeinde noch Klaus, Mauterndorf, Lehen, Fastenberg, Unterthal, Oberthal, Rohrmoos und Maistatt gehören, ist jährlich 32 ehelich und 16 unehelich, der Sterbefälle aus dem Durchschnitte der letzten 10 Jahre 61, der Trauungen 9.

Nebst dieser katholischen Pfarre ist in Schladming auch ein eigenes Pastorrat samt Bethaus für alle akatholischen Glaubensverwandten von der Gränze bei Mandling bis Liezen mit Ausnahme der Ramsau, wo sich ein eigener Pastor befindet. Dieser Distrikt beträgt bei 6 Ouadratmeilen und enthält bei 2 300 Individuen. Das Bethaus wurde im Jahre 1781 erbaut, nach dem Brande im Jahre 1814 aber neu in einer gefälligen Form hergestellt. Das Altarbild (Christus am Ölberge) ist eine sehr gelungene Schöpfung von weiland Gallerie Direktor Stark aus Gratz. Der Pastor hat einen Gehalt und den Bezug einer Sammlung von seinen Glaubensgenossen. Die katholische Pfarrschule wird von circa 100 Kindern aus den vorgenannten eingepfarrten Gemeinden besucht. Die beiden hier angestellten Lehrer beziehen eine kleine Besoldung aus dem Religionsfonde, sind aber noch nebenbei auf den Ertrag des Schulgeldes und einer Naturaliensammlung angewiesen. Die evangelische Gemeinde hat in Schladming gleichfalls eine Schule und seit 1828 eine Filiale in Gleiming. Die erstere wird von 103, die letztere von 39 Kindern besucht. Doch die übrigen 70 schulfähigen Kinder aus den ganz entfernten Gegenden besuchen die nahe gelegenen katholischen Schulen. Zur Versorgung der Armen besteht seit 1788 in dieser Pfarrgemeinde ein Armen-Institut, welches durch den Ertrag von Kapitalien und Sammlungen, Opfern und dergleichen alle Monate 15 bis 20 Pfründern mit täglich 2 bis 6 Kreuzer betheilet. DasSiechenhaus oder Bürgerspital, ganz ohne Fond, dient nur zur Unterkunft verarmte rMarktinsassen. Das sogenannte Bruderhaus oder die Bruderkasse unterstützt nur Bergarbeiters Witwen und Waisen. Diese besteht schon über 300 Jahre und wurde theils durch Geschenke an Grundstücken, theils durch das Brudergeld, ein gewisser, monatlich vom Arbeitslohn zurückgelassener Betrag eines jeden Bergarbeiters gegründet.

Zur ärztlichen Hilfe befinden sich im Markte 1 Bezirks-Wundarzt, zugleich Impfarzt und Geburtshelfer, 2 Hebammen, wovon 1 Bezirks-Hebamme mit 25 Gulden Besoldung und 6 Gulden Holz und 5 Gulden Quartierbeitrag versehen sit. Folgende Gewerbe werden hieraus geübt: Bäcker, Müller, Weber, Schneider, Schuhmacher, Kupferschmiede, Fleischhauer, Wagner und Hufschmiede haben hier ihre Innungen, ferner sind noch 2 Zerren- und 2 Streckhämmer des Josef Hillebrand auf welchen 700 Zentner Stahl, 1 000 Zentner Grobeisen und 1 000 Zentner Streckeisen, im Gesamtwerthe von 20.720 Gulden erzeugt werden. Der Kohlenverbrauch ist 16 000 Faß. Dieser Gewerk besitzt hier auch einen Kupferhammer.

Jährlich werden in Schladming 3 Jahr- und Viehmärkte abgehalten, am Montag nach hl. Dreifaltigkeit, am dritten Fastenmontag und am Montag nach Martini. Dabei werden 170 bis 180 Stück Hornvieh im Werthe von 12 bis 14.000 Gulden verkauft. Die Zahl der Krämerstände ist 50 bis 70. Die Gegenstände des Handels sind vorzüglich Schnittwaren.

Der Markt Schladming besteht aus gemauerten Häusern, bildet 6 Gassen mit einem großen Platze und ist mit Mauern umgeben, die aber schon theilweise umstürzen. Das Salzburger Thor mit dem gräflich Saurau'schen Wappen besteht noch unverletzt, das Gratzer Thor wurde wegen der Passage im Jahre1836 abgerissen. Zur Herbeischaffung des Trinkwassers ist eine Röhrenleitung bis in das Grubeck, 6 öffentliche und mehrere Hausbrunnen werden davon versehen. Die beiden Vororte des Marktes sind Kohlgrube und Froschlake, sie liegen außer der Ringmauer. Als die Provinz Salzburg zu Österreich kam, war der große ebene Raum bei ersterer ein Exerzierplatz der hier garnisonierenden Gränzwachtruppen; wofür jährlich 30 Gulden Pachtschilling bezahlt wurden. Die mehrmaligen Feuersbrünste in den Jahren 1760, 1761, 1814 und1836 haben eine größere Anzahl von Feuerlöschanstalten hervorgerufen. Man hat 2 große Spritzen, mehrere kleine Wasserwagen, Eimer und dergleichen."

Reisebeschreibung von Johann Gabriel Seidl

Findet man heute in der Fremdenverkehrsregionen in den Statistiken nach Kategorien, Bettenkapazität oder Auslastung in den Saisonen dargestellt, so gab es auch in früherer Zeit dort und da Beschreibungen einzelner Gegenden und Orte und ihrer Gastronomie. Diese Situationsbilder sind jedoch subjektiv und widerspiegeln die positiven oder negativen Erfahrungen des jeweiligen Berichterstatters oft in recht drastischer Weise. So findet man beispielsweise in einer Reisebeschreibung von Johann Gabriel Seidl (1840), die Dachstein-Tauern-Region nicht gerade freundlich dargestellt.

Das Volk gegen die Nordwestgrenze zu ist minder gesprächig und zutunlich als, das in den südlichen Bergen, wie man denn mitten unter den gemütlichen Bewohnern des Oberlandes nicht etwa gerade nur hier, sondern hin und hin auf manche Patrone, namentlich in Wirtshäusern, stößt, die, wenn sie die ersten wären, denen ein Fremder begegnet, ihm eben nicht die günstigste Meinung für den Volkscharakter einflößten. Wer das Unglück hat, als Fußreisender so abends in ein Wirtshaus zu kommen, wo der stämmige Wirt halb duselig und nichtstunselig im Stuht liegt, kaum des Gastes Gruß erwidernd und, weit entfernt,die eignen Beine in Bewegung zu setzen, es kaum der Mühe wert findet, seine Hausleute durch ein lautes Kommandowort anzutreiben – der muß in der Tat höchst phlegmatisch oder höchst müde sein, wenn er dem vierschrötigen Bengel nicht fluchend den Rücken kehrt und seinen Wanderstab auf gut Glück weitersetzt."

Johann Gabriel Seidl hat aber in seiner Reisebeschreibung von 1840 nicht nur negative Eindrücke von Schladming niedergeschrieben, sondern auch einen kurzgefasste objektive Ortsbeschreibung gemacht:

Schladming zählt 170 Häuser mit 933 Einwohnern unter denen sich noch viele Protestanten befinden, deren Zahl mit jenen in der Umgegend wohl 2 000 übersteigt. Sie haben hier einen Pastor und ein großes Bethaus mit schöner Orgel und einem trefflichen Altarblatte vondem vateriändischen Maler Stark. Die katholische Kirche zum heiligen Achaz ist ein altertümliches Gebäude, mit guten alten Gemälden im Inneren und an der Außenseite. Außerhalb Schladmings steht nördlich, gegen die Ramsau zu, eine Pestkapelle zur Erinnerung an die Seuche, die im Jahre 1715 hier wütete,und auf einer Anhöhe die Ruine der sogenannten Burg, nach einigen ein ehemaliges Staatsgefängnis, nach anderen ein Pulverturm aus jener Zeit, wo die Bergknappen zu ihren Arbeiten noch häufiger des Schießpulvers bedurften.

Von Schladming aus lassen sich mehrere interessante Ausflüge, namentlich in das Untertal, in das Obertal und in die Ramsau unternehmen. Der erste derselben geht dem wilden Schladmingerbache, welcher der Enns zubraust, entgegen, am Kupferhammer von Säusenstein vorüber, in einer Stunde zu einem Fischerhause, „zum Brukker" genannt, wo die beiden obgenanntenTäler mit ihren Bächen zusammenstoßen.

„Topographisch-statistischen Lexikon von Steiermark“

Auszugsweise die Charakteristik Schladmings aus der Sicht Josef Andreas Janisch's, wie sie in seinem (Graz 1885) 3. Band zu lesen ist:

Schladming, Orts-, Katastral- und Marktgemeinde des gleichnamigen Gerichtsbezirkes liegt am rechten Ufer der Enns und an der Einmündung des tosendenTalbaches in diese und wird von der Reichsstraße durchzogen. Der Bahnhof befindet sich am linken Ennsufer in der Gemeinde Klaus. Die Strecke um den Markt herum ausgenommen, welche eben ist, ist die ganze Oberfläche gebirgig und waldig. Das Grubeck ist eine Viehweide mit Gestrüppe am Fastenberge. Am Thalbache liegen 3 Mauthmühlen, 2 Ölstampfen, 1 Säge, 1 Kupfer- und 1 Eisenhammerwerk.

Die beiden Ortschaften sind: Maistadt mit 14 Häusern, wovon 9 beisammen und 5 zerstreut liegen, am Ufer der Enns und 73 Seelen und Markt Schladming mit 156 Häusern und 852 Seelen. In Schladming befinden sich ein k. k. Bezirksgericht, k. k. Steueramt, k. k.Postamt und Telegraphenstation, die Bezirksvertretung und der Bezirksschulrath, ein k. k. Notar, ein Med. Doctor und ein Wundarzt, ein k. k. Gendarmerieposten, ein 4classige Volksschule, ein Filialinstitut der Schulschwestern, ein Bürgerspital, ein Armeninstitut, eine Filiale der k. k. Landwirthschaftsgesellschaft, eine freiw. Feuerwehr, ein kathol. Pfarramt zu St. Achaz und ein evangelisches Pfarramt.

Zur Versorgung der Armen besteht seit 1788 in dieser Marktgemeinde ein Armeninstitut, welches durch den Ertrag von Capitalien, Sammlungen, Opfern und dgl. alle Monate 15 bis 20 Pfründer betheilt. Das Siechenhaus oder Bürgerspital, ganz ohne Fond, dient nur zur Unterkunft verarmter Markt insassen und wird von der Marktgemeinde erhalten. Die ehemalige Bruderladkasse ist wegen Nichtbetrieb der Bergwerke gegenstandslos.

Der Kupferhammer des Franz Vasold, am Thalbache enthält 1 Schmelzfeuer, 1 Ausheizfeuer, 1 Breithammer, 1 größeren und 1 kleineren Tiefhammer, 1Schere und 2 Gebläse, und zwar 1Balgengebläse für das Schmelzfeuer und 1Trommelgebläse für das Ausheizfeuer. Die jährliche Erzeugung schwankt zwischen 80 bis 130 Zentner und zwar werden erzeugt: Eßformen, Schalenkupfer und Bleche. Dabei werden jährlich zwischen 800 und 900 Vordernberger Faß Kohlen verbraucht. Die ehemaligen Josef Hillebrand'schen Hammerwerke sind jetzt außer Betrieb. Zum Werke Vasold'sgehört auch die Torfstecherei in der Gemeinde Leiten.

In Schladming werden jährlich 5 Jahr- und Viehmärkte abgehalten, und zwar am Montag nach dem Dreifaltigkeitssonntag, am Montag nach Martini, am dritten Monlag in der Fasten, am Montag nach Maria Namenfest und am ersten Montag im Oktober.

Der Markt besteht aus gemauerten, im älteren Style erbauten Häusern, keines über 1 Stockwerk hoch, bildet 6Gassen mit einem großen Platz und ist mit Mauern umgeben, die vielfach schon demoliert sind. Im Jahr 1836 wurde das Grazer Thor beseitigt.

Zur Herbeischaffung des Trinkwassers ist eine Röhrenleitung bis in das Grubeck, 6 öffentliche und mehrere Hausbrunnen werden davon versehen. , Die beiden Vororte des Marktes sind die Kohlgrube und Froschlacke, sie liegenaußerden Ringmauern. Als die Provinz Salzburg zu Österreich kam, war der große ebene Raum bei ersterer ein Exerzierplatz der hier garnisonierten Grenzwachttruppen.

Im Jahr 1875 erfolgte die Eröffnung der Giselabahn, wodurch die NaturschönheitenSchladmings und der Umgebung dem Alpenfreunde zugänglicher gemacht und zugleich den Bewohnern mannigfache materielle Vortheile zu Theil wurden."

„Übersicht über die Ergebnisse der Zählung am 31. Dezember 1890 im pol. Bezirke Gröbming"

Betitelt sich eine vom damaligen Leiter der Bezirkshauptmannschaft Gröbming, Dr. Johann Hussak, verfasste Zusammenstellung, die auch interessante Hinweise auf die Bewohner Schladmings beinhaltet. Auch über die Viehhaltung in Schladming wird man in dieser Übersicht informiert.

Zahl der Ortschaften: 2, Zahl der Häuser: 164, bewohnt: 160, unbewohnt: 4. Zahl der Wohnparteien: 265; Hauptsumme der anwesenden Bevölkerung:1091; männlich: 531, weiblich: 560.
Anwesende Bevölkerung nach der Religion: röm.-kath.: 874, evang.: 217.
Anwesende Bevölkerung nach dem Familienstande: ledig, männl.: 364,weibl.: 358; verheiratet, männl.: 151,weibl.: 148; verwitwet, männl.: 16,weibl.: 53; gerichtl. geschieden: 1.
Anwesende Bevölkerung nach dem Bildungsgrade: es können lesen undschreiben: männl.: 395, weibl. 415; es können bloß lesen: männl.: 12, weibl.:35; des Lesens und Schreibens Unkundige: männl.: 124, weibl.: 110. Auf beiden Augen blind: männl.: 1; Taubstumme: männl.: 1, weibl.: 4; Irrsinnige:männl.: 2, weibl.: 6; Cretins: männl.: 1.
Umgangssprache: deutsch: 1049, böhmisch: 1, slowenisch: 9, italienisch: 1.
Pferde: 31; Rinder: 179; Maultiere: 3; Ziegen: 15; Schafe: 112; Schweine 193;, Bienenstöcke: 49.

Hoher Besuch in Schladming

Wie der „Ennstaler" in seiner Nr. 29 vom Jahre 1907 berichtete, kamen zu einem Kurzbesuch nach Schladming „Seine königliche Hoheit Herzog Ernst August von Cumberland und zu Lüneburg und Gemahlin Prinzessin Olga, die Prinzen Georg Wilhelm und Ernst August zu Braunschweig-Lüneburg und Prinzessin Maximiliane von Baden am 12. Juli um 7 Uhr 40 Minuten abend in Schladming an. Die hohen Gäste sind in Franz Angerers Hotel "Alte Post" abgestiegen. Die Hoheiten sind am 13. Juli nach St. Martin im Lavanttale abgereist"[1].

Quellen und Fußnoten

  1. Quelle Heimatkundliche Blätter von Schladming Nr. 34, Oktober 1997