Rauchküche

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Die Rauchküche im Laarerhof.

Eine Rauchküche (auch Rauchkuchl, Rußkuchl, Schwarzküche, schwarze Küche oder Rauchstube) ist eine Küche, in der auf offenem Feuer gekocht wurde.

Beschreibung

Der Rauch stieg zuerst in einen über der Feuerstelle errichteten „Funkenhut“, der entweder gemauert oder häufiger als ein mit Lehm feuerfest gemachtes Holzgerüst errichtet wurde. Von dort fielen die Funken ins Feuer zurück, und der nunmehr funkenfreie Rauch sammelte sich unter der (mehr oder weniger dichten) Raumdecke, wo er von oben gesehen bis zu etwa einem Viertel der Raumhöhe „hing“ (und die Oberflächen rußschwarz färbte). Von dort zog er entweder unmittelbar durch die undichte Küchendecke und den Dachraum durch das Dach (diese Lösung wird auch Rauchhaus genannt). Eine andere Möglichkeit bestand darin, dass der Rauch durch einen hölzernen Kamin oder durch eine Öffnung über der Küchentür in den Vorraum und von dort ins Freie gelangte. Über dem Herd wurden die dort aufbewahrten Lebensmittel geräuchert, in früheren Zeiten in einer Räucherkammer oberhalb der schwarzen Küche, in späteren Zeiten nach Verwendung eines Kamins oder Rauchabzugs direkt in diesem.

Nicht selten war die schwarze Küche ein fensterloser Raum im Zentrum des Hauses; die Bezeichnung schwarze Küche leitet sich aber wohl nicht von der teilweisen Lichtlosigkeit ab, sondern von der Schwarzfärbung der Wände und der Decke durch Ruß und Teer aus dem Rauch.

Rauchküchen im Bezirk Liezen

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Rauchküche"