Raimund Schinko

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Raimund Schinko (* 25. Juni 1907 in Graz; † 1944 vermisst in der Sowjetunion) war ein österreichischer Alpinist.

Leben

Schinko war Finanzbeamter und zählte zu den besten Felskletterer der 1930er-Jahre. Er wird den Pionieren der neuzeitlichen Klettertechnik zugerechnte. Mit deren Methoden setzte sich Schinko auch theoretisch auseinander und forderte bereits eine Scheidung der Bewertung von freier und hakentechnischer Kletterei.

Ihm gelangen zahlreiche schwere Neubegehungen, darunter 1936 mit Fritz Sikorovsky die erste Durchsteigung der Roßkuppen-Dachl-Verschneidung in den Gesäusebergen. Diese galt für lange Zeit als schwierigste Tour in den Ostalpen. Aber vor allem zählte Schinko zu den Erschließern der Hochschwabgruppe, wobei Adolf Bischofberger u. a. seine Begleiter waren.

Quellen

→ ÖBL 1815-1950, Bd. 10 (Lfg. 47, 1991), S. 158