Postmeister von Liezen

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Der erste Postmeister von Liezen begann 1808 mit seiner Tätigkeit.

Geschichte

Trotz vieler Bemühungen lässt sich die Geschichte der Postmeister von Liezen nur sehr unvollständig rekonstruieren.

Bekannte Chronologie

1. Mai 1808: Johann Georg Lechner, Besitzer der Wiesinger Taferne (heute Hauptstraße 7), wurde erster Postmeister. Sein Jahreseinkommen betrug 772 fl. (Gulden). Dazu kam noch ein zehnprozentiger Anteil an den Brief- und Paketgebühren. Für einen einfachen Brief mussten damals vier Kreuzer bezahlt werden.
1812: Nach dem Tode des Johann Lechner führte seine Witwe Johanna Lechner den Postdienst weiter. Sie musste aber einen beeideten und geprüften Postexpeditor, also eine geschulte Fachkraft, anstellen. 1817 heiratete sie Johann Strobl, der auch Postexpeditor war.
1817: Nach dem Tode der Ehegatten Strobl wurde die Stelle des Postmeisters ausgeschrieben.
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1824: Franz Götschl, Besitzer des Janitschhofes (Salzstraße 5). Als Begründung für die Vergabe wurde angeführt, dass sein Hof an der Poststraße liege, die notwendigen Stallungen und Wagen aufweise und das Gebäude sehr geräumig sei.
[...]
1864: Anton Hinterschweiger
1911–1923: Dir. Alois Überbacher (letzter k. k. Postmeister)
1923–1934: Friedrich Trippolt
1935–1938: Johann Weikl, Amtsverwalter
1938–1945: Günter Mitterhammer und Alois Hackl
Nach 1945: Alois Simml
19541974 : Amtsdirektor Adolf Rami. In seine 20jährige Amtszeit fallen auch wesentliche Fortschritte im Postwesen wie die Vereinfachung der Zustellung durch Abgabebriefkästen, Hausbriefanlagen, etappenweise Motorisierung des Zustelldienstes vom Moped über Motorräder zum Auto, Aufstellung von Münzfernsprechern, Einführung des Telefon-Selbstwählverkehrs für ganz Österreich und weite Teile des Auslands. Die Zahl der Telefonteilnehmer stieg von 130 im Jahr 1954 auf 1350 im Jahre 1974.

Quelle