Ostern

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Dieser Artikel berichtet über Bräuche zu Ostern im Ennstal.

Schladming

Viele Häuser im Vorfeld des alten Ortsgebietes von Schladming besaßen Stallungen, in denen in erster Linie wohl Hühner gehalten wurden. Daher war es am Palmsonntag üblich, dass die Palmbuschenträger Haus und Hof drei Mal umschreiten mussten, um so das Anwesen zu „umzäunen“, damit Hühnerdiebe wie Fuchs, Iltis oder gar Geier nicht an das Federvieh herankommen sollten. Dabei wurden neben allgemeinen Gebeten auch besondere Sprüche gesagt wie „heilige Philomena, hüat ma meine Henna vor Fuchsschwanz, Oitesg'stank und Geierschnabel. Amen“ (mit dem mundartlichen Ausdruck „Oites“ ist der Iltis gemeint).

Grundlegende Veränderungen in der Hauswirtschaft waren schließlich auch der Grund für das Ende mancher Bräuche. Das Herdfeuer wurde ersetzt durch Elektroherd und Mikrowelle, dadurch gibt es heute kaum mehr das „Feuertragen“ am Karsamstag. Ein meist aus sieben oder neun Holzarten auf Draht zusammengehängter Bund, der an einer Stange befestigt war, wurde beim Weihfeuer vor der Pfarrkirche entzündet und zum Glühen gebracht. Durch ständiges Schwenken versuchte man die Glut zu erhalten, um dann daheim das Herdfeuer mit der „geweihten" Glut zu entfachen.

Eine besondere Rolle als Unheil abwendendes Heilszeichen sagt man den „Antlasseiern“ nach. Die am Gründonnerstag oder Karfreitag gelegten Hühnereier sind nach der Volksmeinung heilkräftig und bedürfen keiner besonderen Segnung. Als Schutzmittel werden die Eier gegen Feuersgefahr, Unwetter, Hagelschlag und Vermurungen verwendet. Aber auch bei größerer Holzarbeit sollen Antlasseier Schutz gegen Verletzungen gewähren. In neuerer Zeit ist es sogar mitunter üblich, ein Antlassei im Handschuhfach des Autos zu verwahren. Der Begriff „Antlass“ wird von der früheren Gepflogenheit abgeleitet, am Gründonnerstag die in der Kirchenbuße stehenden Menschen zu begnadigen (entlassen).

Untertal

Ein einstmals im Untertal gebräuchlicher Volkssport der Jugend war das Steinheben alljährlich zur Osterzeit. Der "Hebstoan" von damals existiert noch heute.

Quellen