Murenkatastrophe Sankt Lorenzen 2012

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Die Murenkatastrophe Sankt Lorenzen 2012 ereignete sich am 21. Juli 2012 in Triebener Katastralgemeinde Sankt Lorenzen, die durch eine Mure schwer verwüstet wurde.

Die Mure

Um 05:07 Uhr morgens wurden die Bewohner der Ortschaft durch lautes Grollen aus dem Schlaf gerissen. Eine zehn Meter hohe Mure bahnte sich ihren Weg mitten durch den Ort. Die Schlammlawine verschüttete beinahe den gesamten Ortskern und riss Brücken, Garagen und Fahrzeuge mit. Bis zu 70 Häuser wurden teilweise komplett zerstört. Der Ort wurde von der Umwelt abgeschnitten.

Die Rettungsmaßnahmen

42 Menschen wurden per Hubschrauber evakuiert, im Zuge der Sicherungsarbeiten waren es insgesamt 200. Neben zahlreichen Feuerwehren rückte auch das Bundesheer[1] zur Unterstützung an. In einem Erhebungsverfahren wurde festgestellt, dass es durch die Mure 51 Privatgeschädigte mit einer Schadenssumme von fast 2,2 Millionen Euro gab.

Soforthilfe durch Spendenkomitee

Die Kleine Zeitung, Caritas, Volkshilfe, Rotes Kreuz, die Volksbank Enns- und Paltental, die Wochenzeitung "Der Ennstaler" und die Lions schlossen sich spontan zum Spendenkomitee "Paltentalhilfe" zusammen. Aus privaten Spenden konnte insgesamt rund 700.000 Euro lukriert werden, die im November 2012 an die Geschädigten ausbezahlt wurden.

Bilder der Katastrophe

Quellen

Einzelnachweise

  1. Österreichisches Bundesheer - Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia