Maximilian Loibner

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Maximilian Loibner (' 1940 in Blumegg; † 14. August 2018) war ein aus Deutschland in die Ramsau gezogener Landwirt.

Leben

Es war ein tragischer Arbeitsunfall, der dem Leben von Maximilian Loibner am Dienstag, dem 14. August 2018, ein jähes Ende setzte.

„Max“, wie ihn alle riefen, verbrachte mehr als sein halbes Leben in Ramsau am Dachstein. Geboren wurde er 1940 als Sohn von Maximilian und Josefa Loibner in Blumegg in der baden-württembergischen Stadt Stühlingen im Landkreis Waldshut. Seine Kindheit verbrachte er zusammen mit neun Geschwistern im elterlichen Haus. Bis zu seinem 14. Lebensjahr besuchte er die Volksschule in Launegg. Nach seiner Schulzeit fand er Beschäftigung in der Landwirtschaft der Bauernfamilie Haubmann, wo er viele Jahre alle anfallenden Arbeiten gewissenhaft erledigte.

Anfang der 1970er-Jahre sollte sein Leben einen komplett anderen Verlauf nehmen. Er entschied sich zu einem Ortswechsel von der Ebene in die Gebirgswelt von Ramsau am Dachstein, wo er ein neues Zuhause im Hotel „Lärchenhof“ der Familie Hans und Brigitte Walcher fand. Sein handwerkliches Geschick und die gleichzeitige Liebe zur Landwirtschaft wurden in weiterer Folge im Stammhaus des Hotels, im „Ramsbergerhof“, genutzt, wo er bis zuletzt tätig war. Er war eine vollwertige Arbeitskraft und bestens in der Familie integriert.

Gewohnt hat er im Ramsberger-Zuhäusl, welches alsbald auch den Namen „Max-Häusl“ trug. Durch seine Fröhlichkeit und seinen Humor war er vor allem bei den Kindern und Enkelkindern der Familie sehr beliebt, für sie war er „der Opa Max“. Seine Vorlieben galten der sonntägigen Ausfahrt mit seinem Mopedauto und der Volksmusik, und hier vor allem der ORF-Sendung „Klingendes Österreich“.

Seine eigentliche Erfüllung erlebte er aber als Mitglied des Seniorenbundes, welchem er seit dem Jahr 2000 angehörte. Es gab wohl kaum einen Ausflug oder eine Almfahrt, an welcher Max nicht teilgenommen hat. So war es nur allzu verständlich, dass dem Sarg eine große Anzahl von Mitgliedern des Seniorenbundes folgte, um ihn auf seinem letzten Weg zu begleiten. Obwohl Max der römisch-katholischen Kirche angehörte, fand der Trauergottesdienst in der evangelischen Kirche Ramsau statt. Kaplan Daniel Gschaider vom Seelsorgeraum Schladming-Gröbming fand in seinem Trauergottesdienst ganz im Sinne gelebter Ökumene die richtigen Worte für die große Trauergemeinde. Für die Gemeinde Ramsau verabschiedete Bürgermeister Ernst Fischbacher den Verstorbenen, den er als ganz besonderen Menschen und Ramsauer bezeichnete. Das Bläserquartett der Trachtenmusikkapelle Ramsau am Dachstein und der Kirchenchor trugen zum würdevollen Ablauf der Abschiedsfeier bei. Unter dem traditionellen Klang des geistlichen Liedes „Der gerechten Seelen“ wurde der Sarg zur Einäscherung überführt.

Quelle