Matthias Knaus

Aus EnnstalWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Matthias Hias Knaus (* 2. November 1936; † 2. Mai 2018) war Landwirt, vulgo Rössinger, in Ramsau am Dachstein.

Leben

Matthias Knaus wurde als Sohn der Eheleute Hermann und Stefanie Knaus beim vulgo Rössinger geboren, wo er auch in den Vorkriegs- und Kriegsjahren eine behütete Kindheit erleben durfte. Seine Schulzeit verbrachte er in der Ramsau. Schon von Kindheit an zeichnete sich seine Liebe zu Landwirtschaft und Vieh ab. Nach Absolvierung landwirtschaftlicher Fortbildungskurse arbeitete er daheim am Hof tatkräftig mit.

Seine Frau Anneliese lernte er 1961 bei der Tanzgruppe kennen und 1963 heirateten die beiden. Die erste gemeinsame Tochter Stefanie, die 1964 das Licht der Welt erblickte, starb zwei Tage nach der Geburt – ein schwerer Schlag für die jungen Eheleute. Große Freude brachte dafür die Geburt der Söhne Matthias im Jahr 1965 und Andreas im Jahr 1970.

1966 übernahm Hias den Betrieb der Eltern und führte diesen gemeinsam mit Anneliese vorbildlich und mit großer Umsicht. Der Hof wurde nach und nach für die Vermietung um- und ausgebaut. Mitte der 1970er-Jahre begann er mit der Sanierung der „Luseralm“, zudem sein Herzensprojekt.

Doch es kamen wieder Schatten. 1979 verunglückte Sohn Hermann, der wie Tochter Kuni aus einer früheren Beziehung stammte und beim Rössinger aufgewachsen war, 19-jährig bei einem Verkehrsunfall tödlich.

Matthias Knaus war auch ein passionierter Jäger. Als langjähriges Mitglied der Ramsauer Jägerschaft und des Jagdschutzverbandes war er im Jahr 1973 an der Wiedereinbürgerung des Steinwildes am Dachstein federführend beteiligt. Bereits 1953 ist er der Freiwilligen Feuerwehr beigetreten, und so sah er nach 60 Jahren Dienst an der Öffentlichkeit auch mit Freude das Engagement seines Sohnes und des Enkels bei der Feuerwehr.

Auch in der Kirchengemeinde hat Knaus Verantwortung übernommen und war durch zwei Perioden von 1982 bis 1994 Mitglied des Presbyteriums.

„Der Rössinger“ galt auch als Vorreiter der Bio-Landwirtschaft, welche er 2004 an seinen Sohn Andreas übergab. Für sich und Anneliese hatte er durch den Bau eines Auszugshauses schon vorher für klare Verhältnisse zwischen Jung und Alt gesorgt. Stolz konnte er auch auf das „Stoarecht“ sein, wodurch er Teil der Almbauern „Am Stein“ wurde.

2015 wurde eine tückische Krankheit festgestellt, der sich Hias aber mit großer Demut und voller Zuversicht entgegenstellte. Noch einmal konnte er seine Luseralm besuchen, als ihn die Familie mit einem Hubschrauberflug überraschte. Vor einigen wurde er jedoch zunehmend schwächer. Die hingebungsvolle Betreuung durch die Seinen begleitete ihn durch die letzten Wochen seines Lebens, das im 82. Lebensjahr endete.

Quelle