Kunigunde Grien

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Kunigunde Grien war eine 28jährige Gastwirttochter, die 1658 der Hostienschädigung bezichtigt und wahrscheinlich am Scheiterhaufen verbrannt wurde.

Die Geschichte

Ein gewaltiger Hagelschlag am 2. August 1657, der das Grazer Feld mit faustgroßen Hagelgeschoßen vernichtete, war Auslöser eine größeren Hexenverfolgung. Einer in diesem Zusammenhang verhafteter "Zauberer" gestand unter Folter u.a. wiederholte Tabernakel-Einbrüche und Hostiendiebstähle. Daraufhin erlässt die Regierung ein Rundschreiben an alle Erzpriester des Landes mit dem Auftrage, die Tabernakel gut zu verwahren.

Dies veranlasste den Abt Raimund Freiherr von Rehlingen des Benediktinerstifts Admont am 27. Mai 1658 zu berichten, dass beim stiftischen Landgericht in Admontbichl bei Obdach eine Hostienschänderin, die Kunigunde Grien, inhaftiert sei.

Beim Verhör hatte sie gestanden, drei Mal Hostien bei der Kommunion aus dem Mund genommen zu haben und in den Rahmhafen geworfen zu haben, damit das Butterrühren besser gelinge.

Daraufhin befasst die Landesregierung die Einleitung eines Strafprozesses, der sicher wegen Sakramentschändung mit dem Todesurteil geendet hatte.

Quelle

  • Byloff, Fritz: Hexenglaube und Hexenverfolgung in den österreichischen Alpenländern, Severus Verlag Hamburg, 2011, gefunden in books.google.at, abgefragt am 27. Mai 2013