Kulm (Ennstal)

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der Kulm von Aigen im Ennstal aus gesehen
Karte
der Kulm vom Puttererlehen
Der Ennsgletscher zieht sich zurück - der Kulm wird eisfrei und im Hintergrund der markante Grimming (Ölbild auf Leinwand von Fritz Messner, 2016).

Der Kulm ist eine Erhebung 918 m ü. A. am Talboden des Ennstal im Gemeindegebiet von Aigen im Ennstal.

Allgemeines

Der Kulm gehört zur Gemeinde Aigen im Ennstal. An seiner Südwestseite liegt die Ortschaft Sallaberg am Kulm, im Süden Schlattham, im Osten das Gemeindezentrum von Aigen im Ennstal und im Nordosten die Ortschaft Hohenberg. Der Putterersee liegt südöstlich des Kulms.

Nördlich des Kulm verlaufen die Gemeindegrenze zu Irdning-Donnersbachtal und die Ennstal Straße (B 320).

Geologie

Der Kulm ist geomorphologisch als Rundhöcker zu bezeichnen.

Entstehung

Im breiten Abschnitt des Mittleren Ennstals ragt der Kulm als markante Erhebung aus dem Talboden. Geologisch ist er der Grauwackenzone zuzuordnen.

Die Würm-Kaltzeit führte bislang zur letzten großen Vergletscherung im Bezirk Liezen. Im Hochglazial vor ca. 20 000 Jahren erreichte der Ennsgletscher sein Maximum und bewegte sich von Westen kommend in Richtung Osten bis in das Gesäuse. Im Bereich vom Kulm reichte die Eisdecke bis etwa 1.500 m Seehöhe und begrub den heute 918 m hohen und damals wohl noch etwas höher gewesenen Berg unter sich. Durch die Bewegung des Gletschers wurde der Kulm vom Eis und Moränenmaterial sukzessive zu einem stromlinienförmigen Körper modelliert. Seine flache Flanke im Westen kennzeichnet die Luv-Seite und der steile Abbruch im Osten die Lee-Seite. An der Luv-Seite kratzte das Moränenmaterial den Felsuntergrund und es entstand ein flacher, mit Gletscherschliff bedeckter Anstieg. Die Lee-Seite hingegen wurde durch Frostsprengung verwittert und stufenförmig abgetragen.

Geschichtliches

Hauptartikel: Kulturgeschichtliche Entwicklung von Hohenberg im Ennstal

Der Kulm wurde früher nach der an seinem Fuße liegenden Ortschaft Hohenberg genannt.

Verweise

Das Schloss Trautenfels (Universalmuseum Joanneum) präsentiert von 19.03. – 31.10.2016 die Sonderausstellung Landschaft ist Bewegung, in der unter anderem auch der Rundhöcker Kulm thematisiert ist.

Quellen

Weblinks