Katholische Pfarrkirche zum Heiligsten Herzen Jesu

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Grundlsee Pfarrkirche
Grundlsee Pfarrkirche innen

Die Pfarrkirche zum Heiligsten Herzen Jesu ist die römisch-katholische Pfarrkirche der Pfarre Grundlsee in Grundlsee.

Einleitung

Die Pfarre Grundlsee bildet mit den Pfarren Altaussee und Bad Aussee einen Pfarrverband im Dekanat Oberes Ennstal - Steirisches Salzkammerg.

Geschichte

Im Jahr 1882 wurde ein aus 14 Männern bestehendes Komitee zur Errichtung einer Kirche in Grundlsee gegründet. Zum Komitee gehörten unter anderen der Graf von Meran, Graf Kesselstatt und Fürst Kinsky und deren Familien. Diese Familien trugen die finanzielle Hauptlast am Bau der Kirche. Am 19. November 1888 nahm Dechant Dr. Köberl die feierliche Grundsteinlegung vor.

Der Bau wurde im neugotischen Stil nach Plänen von Robert Mikovics unter der Leitung des aus Bad Aussee stammenden Baumeisters Max Cordignano errichtet. Am 15. September 1889 wurde das Turmkreuz aufgesetzt. Am 12. Juni 1890 wurden die drei Glocken mit einem Gewicht von 176, 87, 5 und 48 kg geweiht und aufgezogen. Am folgenden Tag, dem 13. Juni, fand die feierliche Weihe des Gotteshauses durch Dr. Johann Nepomuk Köberl, Dechant und Pfarrer von Stainz, statt. An der Feier nahmen auch Dechant und Pfarrer von Aussee Simon Hammer, Professor Pater Matthäus Bauchinger, Pfarrer Anton Otter aus Altaussee und Stöger von Kumitz sowie die beien Kooperatoren von Aussee, Peter Edler und Johann Nepomuk Pieber. An Ehrengästen waren erschienen Franz Graf Kesselstatt mit Gemahling, Hans Edler von Rebenburg mit Gemahlin, Ernst Freiherr von Braun und andere.[1]

Die Kirche war zunächst eine Filialkirche der Pfarre Bad Aussee und wurde 1952 unter Pfarrer Valentin Feiner zur Pfarrkirche erhoben.

Die Turmuhr stammte von der sog. „Troadhüttn“, dem Hofkasten auf dem Chlumeckyplatz in Bad Aussee, welcher 1886 abgetragen wurde. Diese Uhr wurde 1957 durch eine elektrisch betriebene und diese später durch eine Funkuhr ersetzt. Das Läutwerk wurde 1970 elektrifiziert. Die Steingewichte mit Eisenringen von der Hofkastenuhr stehen heute noch als Randsteine auf dem Kirchplatz.

Architektur und Ausstattung

Die neugotische Inneneinrichtung stammt zum Großteil aus der Zeit um die Jahrhundertwende (Erbauungszeit). 1977 wurde ein Volksaltar aus einem Teil des ursprünglichen Hochaltares errichtet, der ursprüngliche Mittelteil ist heute das Sakramentshäuschen auf der rechten Seite der Kirche.

Die Statuen im Altarraum stellen Jesus, Margareta Maria Alacoque, Notburga von Rattenberg und Antonius von Padua dar. Neben dem Sakramentshäuschen stehen ebensolche Figuren des Joseph und Maria. Diese holzgeschnitzten Statuen sind, wie auch das Reliefbild „Gottesmutter der Passion“ auf der linken Seite der Kirchenschiffes und die 14 Kreuzwegstationen, Werke aus dem Grödnertal. Die Figur der „Madonna auf der Weltkugel“ ist eine Stiftung der Gräfin Czernin von und zu Chudenitz und stammt höchstwahrscheinlich aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts.

Im Chor befinden sich drei Fenster aus der Glaserwerkstätte in Innsbruck. Das linke Fenster zeigt den Gekreuzigten mit der Gottesmutter Maria, Maria Salome, dem Apostel Johannes und einem römischen Hauptmann. Das zweite stellt die Ölbergszene dar. Das dritte Fenster, eine Stiftung von Ferdinand Potnik, ist eine Darstellung der heiligen Barbara mit Bergknappen.

Seit Ostern 2000 ist die Pfarrkirche durch die Initiative von Pfarrer Anton Steinwender mit einer Orgel der Rieger Orgelbau aus Schwarzach in Vorarlberg ausgestattet.

Literatur

  • Dehio Steiermark (ohne Graz) 1982, Grundlsee, Pfarrkirche Grundlsee, S. 155.

Bilder

 Katholische Pfarrkirche zum Heiligsten Herzen Jesu – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Weblinks

Quelle

Fußnoten

  1. Quelle anno, (Neuigkeits)Welt Blatt, Ausgabe vom 24. Juni 1890, Seite 5