Katholische Pfarrkirche Sankt Rupert am Kulm

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Pfarrkirche in Kulm
Der Kirchturm

Die Katholische Pfarrkirche Sankt Rupert am Kulm in der Ortschaft Kulm in der Gemeinde Ramsau am Dachstein ist eine denkmalgeschützte römisch-katholische Pfarrkirche.

Allgemeines

Zur Zeit des Protestantismus hatte Ramsau am Dachstein viele Anhänger und Überläufer des neuen Glaubens. Aufgrund des Toleranzpatents (1781) wurde diese ehemals katholische Kirche evangelisch. 1859 wurde sie zu einer eigenständigen katholischen Pfarre erklärt.

Geschichte

Die Katholische Pfarrkirche hl. Rupert wurde im 12. Jahrhundert erbaut, wurde aber im Laufe der Zeit verändert und war einst eine Filialkirche der heutigen Pfarrkiche in Haus im Ennstal. Das Gesamtgebäude gliedert sich in das heutige Kirchenschiff mit seinem romanischen Schwerpunkt und in den Chorraum, welcher 1444 nicht entlang der Längsachse des Kirchenschiffes, sondern geneigt angebaut wurde. Der Hochaltar wurde im 18. Jahrhundert errichtet. Das Innere des Kirchengebäudes ist mit wertvollen Fresken aus dem 13. und dem 15. Jahrhundert ausgestattet, wobei das älteste Gemälde aus dem 12. Jahrhundert stammt und sich an der Nordwand des Kirchenschiffes befindet. Es stellt das Jüngste Gericht dar.

Ausstattung

1996 wurde der Chorraum bei der Renovierung mit einem Taufstein auf einem Marmorsockel und mit sechs Lustern ausgestattet. Weiters steht im Chorraum eine gotische Holzfigur aus dem Jahr 1460, die Vermutungen zufolge den hl. Rupert darstellt. In der Mitte des Hochaltars befindet sich ein Bild des Kirchenpatrons (hl. Rupert). Oberhalb davon ist ein ovales Marienbild. An der linken Altarhälfte steht eine Skulptur des hl. Ignatius von Loyola, während sich an der rechten Altarhälfte eine Skluptur des hl. Franz Xaver befindet. Die hölzernen Kirchenbänke stammen aus dem 18. Jahrhundert. Ein Altaraufbau aus dem Jahr 1760, welcher früher in der Minoritenkirche in Bruck an der Mur stand, wurde 1952 für diese Pfarrkirche erworben. Weitere nennenswerte Reliquien wären der Dreifaltigkeitsaltar aus dem 17. Jahrhundert, der Volksaltar und Ambo[1]. 1987 wurde die Orgel mit acht Manual- und zwei Pedalregister gebaut.

Turmuhr

Der aus der Schweiz gebürtige Uhrmacher Anton Mayer baute 1761 eine neue Kirchturmuhr für die Pfarrkirche Sankt Rupert am Kulm. Dafür erhielt er den Betrag von 8 swiki:Gulden 24 Kreuzer und weitere, später erfolgte Ratenzahlungen. Die alte Kirchturmuhr wurde an Michael Fischbacher, Moarhofer, um 8 Gulden verkauft und so erhielt die Pfarre einen Teil der Anschaffungskosten bezahlt. Seither hängt am Mayerhofer-Hof diese alte Kirchturmuhr.

Namensgebung

Der Kirchenpatron ist der hl. Rupert[2]. Er starb im 8. Jahrhundert und ist im Salzburger Dom beigesetzt. Die Pfarrkirche St. Rupert am Kulm deutet durch ihr Patrozinium[3] auf eine enge Bindung zu Salzburg hin.

Bilder

 Katholische Pfarrkirche Sankt Rupert am Kulm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

Fußnoten

  1. Ambo ist ein christlicher Ausdruck für eine Erhöhung und ersetzt oftmals die kirchliche Kanzel.
  2. Rupert von Salzburg (heiliger Rupert) ist Schutzpatron des Landes Salzburg.
  3. Schutzherrschaft eines Heiligen oder einer Heiligen über eine geweihte katholische Kirche. Diese Annahmen werden auch durch Aufbewahren von Utensilien oder ehemaligen Besitzverhältnisse und Rechte untermauert.