Katharina Ditz

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Katharina Ditz (* 8. Juli 1858; † 1947), die Bergsteigermutter vom Gstatterboden zählt zu den Gesäuse-Pionieren.

Leben

Sie hatte sieben Kindern das Leben geschenkt, drei Söhne fielen im Ersten Weltkrieg.[1]

Sie lebte in der kleinen Keuschen nahe der Ennsbrücke bei Gstatterboden befindet. Ein kleiner Gemüsegarten, zwei weiße Ziegen, für die sie das Gras auf der steilen Leiten sichelte, und ein Dutzend Hühner waren ihren Besitz.

Sie lebte von den schmalen Einnahmen, die sie für die Beherbergung in ihrem Haus erhielt. Wer die fünfzig Groschen fürs Bett nicht hatte durfte im Heu gratis übernachten. Luis Mühlanger aus Hieflau wusste dazu zu berichten, dass der Wirt des gegenüberliegenden Gesäuse-Hotels, damals ein touristisches Zentrum der Gesäuseregion, der Katharina Ditz diese paar Groschen für eine Übernachtung neidig war. So hatte er sie immer wieder wegen illegaler Beherbergung bei den Behörden angezeigt.

Ein namentlich nicht bekannter, aber offensichtlich wohlhabender Gast der Katharina Ditz, heuerte eines Tages eine größere Zahl wilder Bergsteigerlumpen an. Ihnen hatte der Gast einen besonderen Auftrag erteilt (Zitat Quelle facebook): Geht’s rüber ins Hotel, saufts und fressts was ihr könnt, ich zahl alles – aber in einer Stund will ich dort keinen Gast mehr sehn! Das Gesäuse-Hotel war an diesem Tag von vielen Gästen besucht, die sowohl die Gaststube als auch die große Terrasse des noblen Hotels füllten. Als die Bergsteigerlumpen dort eintrafen begann ein Spektakel: Abseits jeder Etikette wurden unter anderem Gulasch und Schaumrollen bestellt. Dann begannen die die Burschen mit bloßen Händen lautstark und so, dass es grausiger nimmer ging, zu essen. Es artete in einer Gulasch-Schmeiß- und Schaumrollen-Ausblas-Orgie aus und es dauerte nicht lang, bis das Hotel „ausgegraust“ war (Zitat Quelle Facebook). Nach diesem Besuch der Bergsteiger wurde berichtet, dass Katharina Ditz keine weiteren Anzeigen erhalten und ihre Ruhe hatte.

Quelle

Text aus dem facebook Historische Runde Admont (Bildlink

Einzelnachweis

  1. Quelle ANNO, Steiererland, 1. August 1943, Seite 3