Karst ist eine Geländeform, die durch Lösungsverwitterung an chemisch angreifbaren Gesteinen, vor allem Karbonatgesteinen wie Kalkstein und Dolomitstein, entsteht.

Allgemeines

Karbonatgestein ist in normalem Wasser nicht löslich. Erst durch die chemische Reaktion zwischen Kohlendioxid CO2 und Wasser H2O entsteht schwache Kohlensäure H2CO3. Diese Kohlensäure ist in der Lage Karbonat zu lösen und führt zur Verkarstung. Dieser Vorgang wird auch "Kohlensäureverwitterung" genannt.

Karst kann sowohl an der Erdoberfläche (Oberflächenkarst), als auch unterirdisch (Karsthöhlen) auftreten. Für die Bildung von unterirdischem Karst ist das Versickern von Niederschlags- und Oberflächenwässern verantwortlich.

Durch Verkarstung können große Hohlräume in den Gesteinen entstehen. Oft sind sie wasserführend, beinhalten also Karstwasser, welches an der Karstquelle zu Tage tritt.

Karst im Bezirk Liezen

Ausgedehnte Karstlandschaften gibt es im Bezirk Liezen in den Gesteinsformationen der Nördlichen Kalkalpen. Unmittelbar an den Bezirk Liezen schließt sich nördlich des Dachsteinmassivs die Karsthochfläche Auf dem Stein an.

Quellen

  • Murawski, Hans; Meyer, Wilhelm: Geologisches Wörterbuch. München, 2004, Spektrum Akademischer Verlag, ISBN 3-8274-1445-8