Karl Prusik

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Dr. Karl Prusik (* 19. Mai 1896 in Wien; † 8. Mai 1961 in Perchtoldsdorf bei Wien) war ein österreichischer Bergsteiger und Musikpädagoge.

Leben

In den Zeiträumen von 1939 bis 1941 und 1951 bis 1953 war er Präsident des Österreichischen Alpenklubs (ÖAK). Er wurde vor allem als Erfinder des nach ihm benannten Prusikknotens[1] bekannt.

Karl Prusik gehörte als Kletterausbilder seit den 1920er Jahren zu den Alpinpädagogen eines Sozialdarwinismus, die sich auf die Suche nach einer neuen rassischen oder religiösen Wahrheit begaben. Er vertrat die sozialdarwinistische Legitimierung eines Kampfalpinismus, der einen neuen Menschen hervorbringen sollte, den Bergsteiger als des Weltgeists jüngster Gedanke. Er bezog sich auf ein Germanentum, das die Römer besiegte und auf die Erblichkeit seelischer Rasseneigenschaften.

In der Realität der ersten Nachkriegszeit sah er nur die Dekadenz der Verweichlichung durch das Stadtleben. Prusik war Leutnant im Gebirgskrieg 1915 bis 1918 und sah in den Tugenden des Alpinismus eine Wiedererstarkung für die nächste Kriegsvorbereitung. Er bereitete somit dem Militarismus für eine völkisch-alpine Jugendelite in Wien den Boden.

Im Gosaukamm machte er die Erstbesteigung der Südwestkante der Kleinen Bischofsmütze zusammen mit Roland Hamperl und Erich Sulke, 1927 sowie Gesäuse die Erstbegehung der Nordwand der Planspitze, „Akademikerweg“ (Erstbegehung) zusammen mit mit R. Hardt-Stremayr 1928.

In den Kitzbüheler Alpen ist die swiki:Erich-Sulke-Hütte nach ihm benannt.

Quellen

  • Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Karl Prusik"
→ ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 7, 1958), S. 172

Fußnoten

  1. Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Prusikknoten"