Kapelle am Schwarzensee

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Bildmitte die Kapelle
Bildmitte die Kapelle

Die Kapelle am Schwarzensee befindet sich im Kleinsölktal neben der Schwarzenseealm am Schwarzensee.

Geschichte

Gegen Ende der 1890er Jahre brannten das Bardeau'sche Forsthaus und die daneben stehende Kapelle ab. 1900 waren sie wieder in viel größerem Maßstab errichtet worden. Die Kapelle, in der nun auch hl. Messen gefeiert werden durften, bestand aus einem steinernen Unterbau mit hölzernem Aufbau.

Die Einrichtung stammte von Tischlermeister Josef Weichbold aus Irdning. Sie wurde aus Zirbenholz gefertigt. Am Altar befanden sich die Madonna von Holbein sowie ein Hubertusbild von Räuber.

Die Kapelle wurde anlässlich des 60. Geburtstags des Kaisers Franz Joseph I. am 16. August 1900 durch Abt Kajetan Hoffmann des Benediktinerstiftes Admont geweiht. Dieser war bereits am Vorabend des Festtags in Begleitung von Pater Isingrin im Pfarramt Kleinsölk eingetroffen. Am Festtag selbst trafen dann noch Leopold Schwarz, Hauptpfarrer und Kreisdechant von Haus im Ennstal, P. Engelbert, Pfarrer von Gröbming und Alois Pirstinger, Pfarrer von Pichl eingetroffen.

In einer Prozession von Kleinsölk kamen die Teilnehmer zur Einweihung, die um 08 Uhr begann. Die Festpredigt hielt der Pfarrer von Öblarn, der ein glänzender Redner war. Anschließend fand eine Messe statt, die für das Wohl der Bardeau'schen Familie war, die Besitzer der Herrschaft Gstatt waren.

Trotz der ungünstigen Witterung herrschte eine gute Feststimmung.

Quelle

  • ANNO, Grazer Volksblatt, Ausgabe vom 23. August 1900, Seite 7