Josef Ladenhaufen

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Josef Ladenhaufen (* 3. April 1917; † 3. April 2010) war Kaplan in Liezen, Pfarrer in Haus im Ennstal und Assach und Ehrenbürger der Marktgemeinde Haus im Ennstal.

Biografie

Der Pfarrer von Haus im Ennstal und Assach, Kaplan in Liezen von 1955 bis 1958 verstarb an seinem 93. Geburtstag. Er führte zahlreiche Bergmessen am Kufstein durch. Seit dem Jahr 1951 gehörte Geistl. Rat Hauptpfarrer Josef Ladenhaufen dem Alpenverein an, zuerst der Akademischen Sektion Graz, dann der ÖAV Sektion Haus im Ennstal, die ihn anlässlich der 20. Jahreshauptversammlung am 28. Februar 1991 mit dem Ehrenzeichen für 40-jährige Mitgliedschaft zu Österreichs größter Bergsteigergemeinschaft auszeichnete.

Der erste Berg

Die Berge waren Herrn Hauptpfarrer im alpinfernen Gossendorf bei Feldbach gerade nicht in die Wiege gelegt worden, obwohl es rundum am heimatlichen Hof ausschließlich steile Wiesen und Felder zu bewirtschaften galt. In seiner Grazer Schulzeit am Akademischen Gymnasium führte ihn sein Studienfreund Franz Hopf aus der Gaal in die Bergwelt der Seckauer Alpen. Am Pfingstmontag des Jahres 1944 standen beide schon bei Sonnenaufgang auf dem Gipfel des 2 397 m ü. A. hohen Seckauer Zinken, nachdem sie die Aukönigalm noch bei Dunkelheit verlassen hatten. Der erste Berg - ein unvergessliches Erlebnis!

Mit dem Rad zum Bergsteigen

Nach dem Krieg wurden bald zahlreiche Gipfel dieses letzten Ausläufers der Niederen Tauern bestiegen. Ende August 1948, dem Maturajahr, stand der angehende Student auf dem Großvenediger, 3 674 m. Wie das ging? Ganz einfach! Mit dem Fahrrad von Feldbach in die Gaal bei Knittelfeld, um dort den Freund abzuholen, und dann eben weiter an den Fuß des Großvenedigers. 1949 betrat Josef Ladenhaufen den Gipfel des Dachsteins, 2 996 m, ein Jahr später wurde Ladenhaufen im Grazer Dom zum Priester geweiht. Schon nach der darauffolgenden festlichen Primiz in der Heimatpfarre Feldbach geleitete ihn eine große Reisegesellschaft zu seinen Freunden in die Gaal, zu den Seckauer Bergen.

Der „Blas", seines Zeichens Schuhmachermeister und Onkel seines Freundes, verlangte ein paar Monate zuvor von einem verdutzen, jungen Theologen, sich einen Schuh auszuziehen. Er begann Umrisse zu zeichnen, den Fuß zu vermessen. Die ersten „wirklichen" Bergschuhe, ein Geschenk seiner befreundeten Gaaler Familie, sollte er bekommen!

Die Ötztaler Wildspitze (3 744 m ü. A.), die Weißkugel (3 736 m ü. A.), das Zuckerhütl (3 507 m ü. A.), der Wilde Freiger (3 418 m ü. A.), der Cevedale (3 769 m ü. A.), am Ortler, aber auch der Grimming (2 351 m ü. A.), die Hochwildstelle (2 747 m ü. A.), oder Hochgolling (2 863 m ü. A.), verbrauchten im Laufe der Jahre drei Sohlenpaare seiner geliebten Bergschuhe, die er vor 40 Jahren erhielt.

Quelle