Ingenuin Hechenblaikner

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Ing. Ingenuin Hechenblaikner (* 8. Februar 1883 in Mühlau bei Innsbruck; † 1993 in den USA) war ein österreichischer Chemiker und Alpinist.

Leben

Von 1902 bis 1909 studierte er Chemie an der Technischen Hochschule in Graz. Von 1909 bis 1911 war Betriebsingenieur der Luftverwertungsanlage in Patsch bei Innsbruck.

1911 ging er in die Vereinigten Staaten von Amerika. Im Ersten Weltkrieg wurde interniert. Nach Kriegsende wurde er Vizepräsident einer großen chemischen Fabrik.

Als führerloser Alpinist und Alpenerschließer wurde Hechenblaikner in Österreich bekannt. Er führte 68 Erschließungsbergfahrten in verschiedenen Teilen der Alpen teils allein, teils mit K. Berger, E. Franzelin, R. Kaltenbrunner, R. Steiner (Innsbruck) und anderen durch.

Bergfahrten

Hochschwab: 1902 Zinken, S-Wand;
Dachstein: 1903 Dachsteinwarte, S-Wand;
Karwendel: 1901 Hochkanzel-Roßlochspitze; 1902 Nördlicher Grubenreißenturm, N-Grat-Seegrubenkopf; Gleirschspitze, N-Grat; Hoher Gleirsch, N-Wand; Hintere Bachofenspitze, N-Wand; Spitzhüttenkopf, S-Grat — N-Grat; Birkkarspitze, O-Grat; Hochnissl, N-Wand; 1903 Gr. Solstein, N-Wand; Bettelwurfkette: 1904 Sonntagskarspitze, N-Wand;
Lechtaler Alpen, Parseier Kette: 1905 Schneekarlspitze, N-Wand;
Venedigergruppe: 1904 Gabelspitze-Affentalerspitze-Merkspitze, S-Seite (Abstieg); Daberspitze, N-Grat; Westliche Simonyspitze, N-Wand; Malhamspitze, N-Grat — Muswand — Hoher Quirl, SO-Wand (Abstieg); Dreiherrenspitze, SO-Wand; Grabachspitze von SW — SO-Grat; Schlieferspitze, SW-Grat — N-Grat — Hüttalkopf; 1905 Großkopf, S-Grat; Breitfußkopf, O-Wand — Sonntagskopf; Leiterköpfe, O-Grat — Gamsmutter; Hohe Achsel; Bretterspitze, N-Grat — Gatlenkopf; Vordere Eichhamspitze, N-Wand; :Rieserfernergruppe: 1903 Hochflachkogel, S-Grat; Hochgall, N-Wand;
Zillertaler Alpen: 1903 Sägwandspitze, N-Grat;
Stubaier Alpen: 1902 Äußere — Innere Ilmspitze; 1903 Kl. Ochsenwand, N-Grat; Schlicker Seespitze, O-Wand; Schrankogel, N-Wand; 1906 Vordere Sonnwandspitze, O-Grat — W-Wand (Abstieg);
Ötztaler Alpen: 1902 Seekarlschneid — Zuragkogel (N-Abstieg); Zuragkogel über Brandkogel; Verpeilspitze, O-Wand; Tristkogel, S-Wand; 1903 Rofelewand, NO-Wand; Watzespitze, W-Grat; Höchste Madatschspitze; Seekarlesschneid, W-Grat — S-Wand (Abstieg); 1905 Watzespitze, N-Wand — S-Flanke (Abstieg); Seekogel, N-Wand — W-Grat (Abstieg); 1906 Rofelewand, NW-Grat; Verpeilspitze, NW-Wand; Ferwallgruppe: 1901 Kuchenspitze, N-Gipfel;
Karnische Alpen: 1903 Akad. Alpenklubspitze: Westliche Cadinspitze (Überschreitung); Colle Alto (die drei höchsten Türme); Monte Castellato; Campanile Toro;

Quellen

→ ÖBL 1815-1950, Bd. 2 (Lfg. 8, 1958), S. 232f