Hoagascht

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Hoagascht ist ein Begriff für Gemütlichkeit außerhalb der "eigenen vier Wände", der in Bayern, Tirol inklusive Südtirol und im Land Salzburg bekannt und beliebt ist. Doch auch im Ennstal findet sich dieser Begriff.

Beschreibung

Es handelt sich bei Hoagascht um ein gemütliches Beisammensein. Aber auch Musikantentreffen wurden in den letzten Jahren immer öfter unter das Motto Hoagascht gestellt.

Etymologie

Die Herkunft dieses Wortes findet sich im Mittelhochdeutschen. Johann Andreas Schmeller (* 1785; † 1852), ein Experte für süddeutsche Dialekte schrieb, dass man am Gebirg das Verb zur Beschreibung für traulich kosen verwendete. Es setzt sich aus den Worten Hoam für Heim und Gard, ein umfriedeter Ort, Hof oder Haus, zusammen. Darin steckt also das auf der Hoamgartenbank gemütliche Zusammensitzen.

In Polizeiordnungen des 18. Jahrhunderts wurde das Heimgartengehen, das Gasslgehen mehrfach erwähnt und verboten. Es handelte sich um das Treffen junger Frauen und Männer, die sich in der Dunkelheit unterhielten.

Hoagascht und das Ennstal

Beispielsweise lud der Schladminger [[Bürgermeister der Stadt Schladming|Bürgermeister Jürgen Winter im Namen der ÖVP am 22. November 2014 zum Hogagascht'ln bei Krapf'n, Wein und Musi in den Congress Schladming.

Quellen

  • Wallnöfer, Elsbeth: Märzveigerl und Suppenbrunzer - 555 Begriffe aus dem echten Österreich, Verlag Anton Pustet, 2015, ISBN 978-3-7025-0749-7
  • Der Ennstaler, 14. November 2014, Seite 3, Inserat