Hildegunde Piza-Katzer

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Univ.-Prof. Dr. Hildegunde Piza-Katzer (sitzend, Mitte, mit Krücken) bei der Verleihung des Internationalen Josef Krainer-Preises im Weißen Saal der Grazer Burg von Landeshauptmann Waltraud Klasnic und Landesrat Univ.-Prof. DDr. Gerald Schöpfer.

Univ.-Prof. Dr. Hildegunde Piza-Katzer (* 2. April 1941 in Gröbming) ist eine Ennstaler Chirurgin. Sie gilt als eine der prägendsten Persönlichkeiten im Fachgebiet der Plastischen und Wiederherstellungschirurgie, namentlich der Handchirurgie.

Leben

Nach ihrem Studium in Graz war sie von 1970 bis 1992 an der Universitäts-Klinik in Wien und am swiki:Landeskrankenhaus Salzburg[1] tätig. 1992 baute sie eine Abteilung für plastische Chirurgie am Krankenhaus Lainz auf, bis 1999 war sie deren Leiterin. Piza-Katzer war die erste Ordinaria für Plastische Chirurgie im deutschsprachigen Raum. Seit 1999 ist sie Vorständin der Univ.-Klinik für plastische und Wiederherstellungschirurgie in Innsbruck.

Im Jahr 2000 wurde sie vom Österreichischen Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten zur Wissenschaftlerin des Jahres gekürt. Piza-Katzer war von 1992 bis 1994 Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Plastische und Wiederherstellungschirurgie sowie Präsidentin der Österreichischen Gesellschaft für Chirurgie (1999 bis 2000). Unter ihrer Leitung avanciert die Innsbrucker Klinik für Plastische und Wiederherstellungschirurgie zum Zentrum für operative Korrekturen von kindlichen Handfehlbildungen.

Piza-Katzer führte 2000 mit dem Chirurgen Raimund Margreiter die erste erfolgreiche Transplantation von Händen durch. Bei dem Empfänger Theo Kelz handelte es sich um einen österreichischen Polizisten, der beide Hände durch eine Rohrbombe verloren hatte.

Auszeichnungen

  • Wissenschaftler des Jahres (2000)
  • Österreichisches Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2001)
  • Großes Ehrenzeichen des Landes Steiermark (2001)
  • Internationaler Josef Krainer-Preis (18. März 2005)
  • Verdienstkreuz des Landes Tirol (2006)
  • Großes Silbernes Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich (2007)
  • Dieffenbach-Medaille 2011
  • Pioneer of Hand Surgery 2013, verliehen im Rahmen des Kongresses "Societies for Surgery of the Hand" in Neu-Delhi[5]
  • Ehrenzeichen des Landes Tirol (2016)

Quellen

Einzelnachweis

  1. Verlinkung(en) mit "swiki:" beginnend führen zu Artikeln im Salzburgwiki, dem Mutterwiki des EnnstalWiki