Höhensiedlung auf der Knallwand

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Tafel bei der Höhensiedlung
Erklärungstafel vorort

Die Höhensiedlung auf der Knallwand in der Gemeinde Ramsau am Dachstein ist eine von den Römern geschaffene, befestigte und schwer zugängliche Rückzugssiedlung oberhalb der Knallwand und diente als Schutz vor feindlichen Angriffen. Diese Römersiedlung steht unter Denkmalschutz.

Allgemeines

Die in der Römerzeit entstandene Höhensiedlung liegt auf der sogenannten Burgstallkuppe des Hochplateaus der Ramsau auf rund 940 m ü. A. im Ortsteil Rössing unterhalb des Gasthofs Burgstaller und kann heute besichtigt werden. Dazu wurde ein Wanderweg angelegt, an dem mehrere Schautafeln aufgestellt wurden, um über die spätantike Rückzugssiedlung der Römer und archäologische Fundstücke zu informieren (Gehzeit ca. fünf Minuten).

1997 sind bei von Fachleuten des Vereins für alpine Forschung ANISA und des Bundesdenkmalamtes vorgenommenen Grabungen Hausmauern und eine Vielzahl an Funden freigelegt worden.

Wissenschaftliche Untersuchungen nach der Radiocarbonmethode ergaben, dass diese Höhensiedlung der Römer zwischen dem 4. und dem 5. Jahrhundert mit Mörtel und Steinen errichtet wurde. Diese berechtigte Vermutung wird auch durch zahlreiche Fundstücke von Alltagsgegenständen, die in der spätantiken Epoche in Verwendung waren, untermauert. Bei Grabungsarbeiten wurden neben acht Fibeln samt Fragmenten, diversen Schmuckgegenständen (aus Gold und Bronze) und Keramikscherben insgesamt 25 römische Münzen gefunden, wobei das älteste Geldstück aus dem 2. Jahrhundert stammt. Dieses höher gelegene Rückzugsgebiet diente den romanischen Einwohner zum Schutz vor der Völkerwanderung, die einsetzte, als das Römische Reich zu zerfallen anfing. Spätestens Mitte des 5. Jahrhunderts dürfte die Siedlung durch einen Brand zerstört und danach nie wieder besiedelt worden sein.

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Quellen