Großbrand in der Ramsau

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Ein Großbrand in der Ramsau vernichtet am Ostersonntag, den 16. April 1933 die Pension Steiner vulgo Toitl in der Ramsau.

Das Feuer

Gegen 19 Uhr wurde die gesamte Bevölkerung von Schladming und Umgebung durch ein Großfeuer in der Ramsau aufgeschreckt. Die Vermutung der Schladminger, die Pension Steiner vulgo Toitl brennt, war richtig. Schon kurz nach dem Alarm war die Freiwillige Feuerwehr Schladming einsatzbereit. In einer halben Stunde konnte dann auch schon die Motorspritze am Brandplatz in Betrieb gesetzt werden. Aber es herrschte Wassermangel, weshalb die Motorspritze nicht ihre volle Leistung entfalten konnte. Trotzdem konnten noch zwei kleinere Objekte der groß ausgebauten Pension gerettet werden. Bei besseren Wasserverhältnissen wäre sie wohl noch zu retten gewesen.

Zunächst vermutete man, ein junger Knecht, der anfangs nicht zu sehen gewesen war, habe aus Unachtsamkeit das Feuer verursacht und sei wohl im Feuer selbst umgekommen. Später stellte sich heraus, dass wohl unvorsichtiges Hantieren mit einer Öllampe das Feuer verursacht hatte, dass aber jener Knecht nicht mit verbrannt war, sondern sich aus Angst versteckt hatte.

Der Schaden war enorm und in keinem Verhältnis durch die Versicherung gedeckt. Der Besitzer dieser Pension hatte eben in bewundernswerter Schaffenslust seine Pension auf das beste ausgebaut und auch für die kommende Saison schon die letzten Vorbereitungen getroffen gehabt.

Quelle

  • Der Ennstaler, Sonderausgabe 100 Jahre Der Ennstaler, August 2006