Großbrand Schladming 1931

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Der Großbrand in Schladming ereignete sich am 30. März 1931. Dabei fielen die katholische Stadtpfarrkirche hl. Achaz und die Häuser in der Umgebung dem Feuer zum Opfer.

Allgemeines

Am Tag des Brandes herrschte ein orkanartiger Sturm. Dies und die damals übliche enge Verbauung sowie das die Dächer mit Holzschindeln gedeckt waren, führte dazu das die Brandbekämpfung extrem schwierig war.

Brandhergang

Um die Mittagszeit wurde an der Südseite der Stadtpfarrkirche ein kleines Rauchwölckchen am Dach bemerkt, obwohl schon 15 Minuten später die Ortsfeuerwehr am Brandplatz erschien stand zu diesen Zeitpunkt ein Viertel des Dachstuhl, von der Größe von 2 000 m² ,in Flammen. Es war unmöglich auf den Dachboden vorzustoßen, um von dort den Brand zu bekämpfen. Die Feuerwehr konnte sich nur auf den Außenangriff beschränken. In der Folge kam es durch den Sturm zu starken Funkenflug, sodass in der Stadt mehrere Brandherde entstanden, welche durch die Bevölkerung gelöscht wurden. Zwei dieser Brandherde waren nicht zu beherrschen, sie wurden von den Umgebungsfeuerwehren gelöscht.

Technischer Einsatz

Die Stadt besaß zum Zeitpunkt des Brandes eine Wasserleitung deren Hochbehälter von einen Zufluss von 121 Sekundenliter gespeist wurde. Neben den Oberflurhydranten konnte auch die Schwemmkanalisation durch Zuleitung eines offenen Gerinnes aufgestaut werden. Eine mittlere Motorspritze und zwei Handdruckspritzen wurden von der Ortsfeuerwehr verwendet. Zehn bis zwölf Rohre wurden gegen den Brand des Kirchdachstuhls gerichtet. In weiterer Folge trafen immer mehr Feuerwehren aus der Umgebung und Salzburg ein. Zum Schluss waren 700 Feuerwehrmänner mit 16 Motorspritzen und fünf Handdruckspritzen und 10 000 Meter Leitung am Brandort im Einsatz.

Schaden

Neben der katholischen Kirche wurden am zweiten Brandherd fünf Häuser vollständig zerstört und am dritten Brandherd ein landwirtschaftlicher Betrieb ein Raub der Flammen.

Brandursache

Als Brandursache wurde eine weggeworfener Zigarettenstummel vermutet.

Folgende Diskussion

In der Folge kam es zu lebhafter Diskussion auf Grund des Artikels von Ing. Wipler Brandinspektor der Berufsfeuerwehr Graz und damit verbundener Kritik.

Bilder

Quellen

  • Wochenpost 19.April 1931
  • Bilder von Helmut Linder
  • Zeitschrift des österr. Reichsverband der Feuerwehren und Rettungswesen von 1. Mai 1931
  • Die rote Fahne von 1. Mai 1931