Evangelische Friedenskirche

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Die Evangelische Friedenskirche ist eine unter Denkmalschutz stehende evangelische Pfarrkirche in der Marktgemeinde Gaishorn am See.

Geschichte

Bereits 1821 beabsichtigte die Pfarrgemeinde in Gaishorn am See ein eigenes Gotteshaus zu errichten. Dieses Vorhaben scheiterte jedoch an der geringen Anhängerzahl des Evangelischen Glaubens. In der Folge mietete die Pfarrgemeinde in der oberen Etage einer Fleischerei Räumlichkeiten und hielten dort mehr als 30 Jahre bis 1871 den evangelischen Gottesdienst ab. In jenem Jahr wurde das Mietsverhältnis seitens des Objektbesitzers gekündigt, weshalb es für die Pfarrgemeinde notwendig wurde, ein eigenes Kirchengebäude zu errichten. Im Oktober des Jahres 1872 wurde mit dem Kirchenbau auf einem geschenkten Grundstück begonnen. Aus Mangel an finanzieller Unterstützung und aufgrund geringer Eigenmittel kam es immer wieder zu Bauunterbrechungen. 1877 kam der Kirchenbau aus diesen Gründen komplett zum Stillstand. Durch eine großzügige Spende des deutschen Kaisers Wilhelm I. konnte der Bau fortgesetzt und im Frühjahr des Jahres 1880 vollendet werden. Am 15. August 1880 wurde die evangelische Kirchenanlage im Namen des Friedens eingeweiht.

Architektur

Die gesamte Kirchenanlage der Evangelischen Pfarrgemeinde Gaishorn - Trieben A.B.[1]) besteht aus einem rechteckigen Langhaus mit einem relativ flachen Satteldach und einen viergeschoßigen vorangestellten Fassadenturm. Das Kircheninnere wird durch hohe Rundbogenfenster beleuchtet. Der einschiffige Saal wird von einem flachen Tonnengewölbe überspannt und schließt einen tonnengewölbten Chorraum mit Apsis[2] ein.

Ausstattung

Die Innenausstattung ist relativ klar strukturiert und beschränkt sich auf eine hölzerne Orgelempore, Hochaltar, Kanzel und Bänke. Der barock geformte Hochaltar steht in der Apsis. Das neugotisch gerahmte Altarbild stellt den segnenden Jesus Christus, umgeben von seinen Jüngern, dar.

Fußnoten

  1. A.B. (Abkürzung für Augsburger Bekenntis) ist eine verbindliche Glaubensbekenntnis der Evangelischen Kirchen zu den den Lehren Martin Luthers.
  2. Apsis ist das griechische Wort für Wölbung oder Bogen - in diesem Fall ein gebogener Altarraumabschluss.

Quelle

Weblink