Ennstal Lamm

Ennstal-Lamm-Auftrieb 2010
Schafherde am Rinderfeld bei der Ursprungalm

Ennstal Lamm ist ein EU-Leader-Projekt im Ennstal, das 2008 begonnen wurde.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Dieses einzigartige Leader-Projekt des Steierischen Schafzuchtverbandes wird in enger Kooperation mit dem Lehr- und Forschungszentrum für Landwirtschaft Raumberg-Gumpenstein durchgeführt.

Unter anderem werden alljährlich mehrere hundert Schafe und Lämmer auf Almweiden getrieben.

Das Produkt "Ennstal Lamm" wird über die Marke Genuss Region Ennstal Lamm (GenussWirte und Vertriebsstellen siehe diesen Artikel).

2010

Für den dritten Projekt-Sommer 2010 wurden wieder 800 Schafe und Lämmer angemeldet. Der Großteil der Herde wurde am 21. Mai aufgetrieben, die restlichen rund 150 Tiere folgen am 18. Juni. Beim Auftrieb wurden die Schafe registriert, gewogen und einen genauen Gesundheitscheck unterzogen. Außerdem wurden alle Tiere entwurmt. Drei Schafe wurden mit einem GPS-Sender versehen, um laufend die Position der Herde feststellen zu können.

Das gesamte Körpergewicht dieser Tiere lag bei rund 40 000 kg. In den 120 Tagen der Weideperiode fraß die Schafherde insgesamt mehr als eine Million Kilogramm wertvolles Gras, schmackhafte Almkräuter und Blätter von Sträuchern am Hauser Kaibling. "Damit leistet die Herde einen wesentlichen Beitrag zur Pflege unserer Kulturlandschaft" so Hauser-Kaibling-Bergbahnen-Geschäftsführer Arthur Moser. Vor allem die Almflächen aber auch die steilen Pistenflächen sind am besten mit den Schafen zu bewirtschaften.

Die in den letzten Jahren größtenteils neu angelegten Pisten wurden durch die Beweidung auch gleichzeitig wieder schonend rückverfestigt. 3 200 Füße gingen mit einem leichten Druck von rund 0,5 kg pro cm² über die Flächen und trugen damit zur Verfestigung des Bodens bei und verhinderten das Abrutschen und Auswaschen.

"Wir ersparen uns durch die Schafe rund 50% der Pflegekosten im Sommer, müssen wesentlich seltener mit schweren Maschinen und Geräten arbeiten - sogar weniger Dünger wird benötigt" schilderte Arthur Moser.

In den ersten beiden Jahren waren die Schafe und Lämmer in einer großen Herde vereint. 2010 gab es zwei Herden. Eine Herde waren Mutterschafe mit ihren Lämmern, die zweite Herde hatte keine Lämmer. Die Herde Mutterschafe mit Lämmer war großräumig mit Elektrozaun eingezäunt und musste deshalb nicht gehütet werden. Die Herde im Almgebiet konnte sich mehr oder weniger frei bewegen, wurde jedoch täglich kontrolliert und für einige Stunden gehütet.

"Die Arbeit werden heuer die Hirten Namja und Simon übernehmen. Ihnen zur Seite steht der Border Collie "Skip". Namja hat im ersten Jahr des Projektes bereits dem Schäfermeister Martin Winz bei der Arbeit geholfen und kennt das Gebiet." so Walter Schmiedhofer, Obmann des Steirischen Schaf- & Ziegenzuchtverbandes.

Die erwarteten Vorteile des neuen Systems waren längere Fresszeiten für die Tiere, bessere Ausnützung des Futters, Schafe mit Lämmer in einer kleineren Herde - man erwartete sich dadurch eine noch bessere Entwicklung der Tiere.

2011

Im Sommer 2011 weideten rund 900 Schafe auf dem Hauser Kaibling unter der Aufsicht des Schäfers Simon Winterling.

Partner dieses Projekts

Quellen