Ennskraftwerke AG

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Die Ennskraftwerke AG (Ennskraft) ist eine Kraftwerks-Betreibergesellschaft mit Sitz in der Statutarstadt Enns in Oberösterreich.

Allgemeines

Sie wurde im Jahr 1947 gegründet und befindet sich heute je zur Hälfte im Eigentum der Verbund AG und der Energie AG Oberösterreich.

Sie ist Betreiberin von derzeit zehn Kraftwerken am Fluss Enns und zwei Kraftwerken in Steyr. Das Einzugsgebiet dieser Anlagen umfasst 6 080 km³, die durchschnittlich jährlich erzeugte Energiemenge beträgt ca. 1 900 GWh. Das entspricht einem Strombedarf von ca. 500 000 Haushalten. Die mittlere Leistung beträgt dabei 215 MW.

Ennskraftwerke

Bei den Ennskraftwerken handelt es sich um die Anlagen in Schönau, in Weyer, in Großraming, in Losenstein, in Ternberg, in Rosenau, in Garsten, in Staning, in Mühlrading, in St. Pantaleon und in Klaus.

Diese Kraftwerke an der Enns bilden vereinfacht gesagt eine Kette, die im Schwellbetrieb arbeitet. Das bedeutet, dass die Stromproduktion an Wochentagen zur Hauptbedarfszeit um das Vierfache höher ist als während der Nacht. Das ermöglicht der leichte nächtliche Anstau, der dann während des Tages abgelassen werden kann, ohne dass der Wasserzufluss erheblich geändert wird. Die Errichtung der Kraftwerke an der Enns sind nach der Ennsregulierung der zweite massive Eingriff in die einst freie Fließstrecke dieses Gebirgsflusses.

Geschichte

Die Ennskraftwerke AG konnte im Gründungsjahr 1947 auch auf während der NS-Zeit errichtete, bzw. teilerrichtete Kraftwerke zurückgreifen. Es handelt sich dabei um die Kraftwerke Ternberg, Staning, Mühlrading und Großraming, deren Erbauung vorwiegend unter Nutzung von Zwangsarbeit erfolgte.

Quellen

  • Deutsche Wikipedia, Stichwort Ennskraftwerke AG
  • Florian Freund, Zwangsarbeit beim Bau der Ennskraftwerke, in: Oliver Rathkolb, Florian Freund (HG), NS-Zwangsarbeit in der Elektrizitätswirtschaft der „Ostmark“, 1938 – 1945, S. 27 – S. 126, Böhlau Verlag Ges. m. b. H. und Co. KG, Wien, Köln, Weimar, 2002