Endogene Kraft

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Endogene Kräfte sind Kräfte, die im Erdinneren hervorgerufen werden.

Auswirkungen

Die endogenen Kräfte führen zu endogenen Dynamiken - zu magmatischen, tektonischen und metamorphen Prozessen. Es entstehen Bewegungen in der Erdkruste, die meist langsam ablaufen. Gelegentlich führen sie aber auch zu abrupten Dynamiken, wie zum Beispiel Erdbeben oder Vulkanausbrüchen. Die Auswirkungen sind meist regional, können aber auch globale Ausmaße einnehmen.

Regionaler Bezug

Die Entstehung der Gebirgswelt im Bezirk Liezen ist auf endogene Kräfte zurückzuführen. Durch die Plattentektonik im Zuge der alpidischen Orogenese wurden die geschichteten Gesteine unter hohem Druck plastisch deformiert und verfaltet. Dies wird duktile Deformation genannt. Das Gegenstück ist die spröde Deformation. Hier kommt es durch abrupte Bewegungen an Störungsflächen zum Versatz von Gesteinspaketen.
Die Geologie des Bezirks Liezen ist von duktiler und spröder Deformation geprägt. Durch die duktile Deformation entstanden beispielsweise die oft riesigen Falten der Sedimentschichten in den Kalkalpen. Spröde Deformation wird anhand von Störungen sichtbar. Sowohl das Ennstal (siehe "Ennstal-Störung"), als auch das Paltental sind an Störungszonen gebunden. Auch die Quertäler südlich der Enns in der Grauwackenzone und im Kristallin basieren auf Störungen. Die Aktivität dieser tektonischen Schwächezonen wird im Zuge wiederkehrender Erdbeben bewusst.

Vulkanismus war im Bezirk Liezen nur in der Epoche des Oberen Ordoviziums ein Thema. Er führte zu relativ mächtigen magmatischen Gesteinssequenzen namens Blasseneck-Porphyroid südlich von Johnsbach zwischen Spielkogel, Rotkogel und Blaseneck (Details siehe unter "magmatisches Gestein").

Quellen

  • Geoportal GIS Steiermark
  • Fritz, I. (2016): Landschaft ist Bewegung. Geologie und Klima modellieren den Bezirk Liezen. Da schau her, 2|2016|37 Jg., 3-7