Emil Ritter von Horstig d'Aubigny

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Emil Ritter von Horstig d'Aubigny (* 1845; † 1931 in Graz) war ein Unternehmer in Pionier der Dachsteingebirge-Erschließung.

Leben

Der aus einem steirischen Adelsgeschlecht stammende Emil Ritter von Horstig d´Aubigny war ein Pionier der Erschließung des Stoderzinkens.

Zunächst leitete er das väterliche Kohlenrevier in Schaflos bei Voitsberg (Steiermark). 1880 Jahren verlegte er dann seinen Wohnsitz aus der Weststeiermark nach Schladming. Dort beschäftigte er sich mit der Frage der Wiederinbetriebnahme aufgelassener Bergbaubetriebe in den Schladminger Tauern.

1892 übersiedelte Horstig abermals, diesmal nach Gröbming, wo er den Kohlenbergbau am Stoderzinken wiederbelebte. Der Kohleabbau am Stoderzinken erwies sich für von Horstig als unrentabel. Dieses Bergbauunternehmen blieb nur bis 1906 in Betrieb.

Von 1892 bis 1896 erschloss Emil Ritter von Horstig d'Aubigny den Stoderzinken auch mit Wegen. In den Sommermonaten 1895/1896 ließ er das Alpenheim Horstig erbauen. Auch das Stoderkircherl ließ er errichten. Die ersten Jahre wohnte er im evangelischen Pfarrhaus. Später übersiedelte dann in das von ihm erbaute Alpenheim am Stoderzinken.

Noch als 72-Jähriger unternahm Horstig eine 16stündige Dachstein-Partie[1].

Der Pionier des Stoderzinken Emil Ritter von Horstig d´Aubigny verstarb im Alter von 86 Jahren in Graz.

An ihn erinnern ...

An seinem geliebten Friedenskircherl erinnert eine Gedenktafel an den Erschliesser des Gröbminger Hausberges.

Seit dem Jahr 1936 wird in Gröbming zu seinem Gedenken der „Horstig-Lauf“ ausgetragen, eine Wintersportveranstaltung.

Quellen

  • Stipperger, Walter: Almanach des steirischen Berg- und Hüttenwesens, in Mitteilungen des Museums für Bergbau, Geologie und Technik am Landesmuseum Joanneum Graz, Dr. Karl Murban (Hrg.), 1968, Mitteilungsheft Nr. 29
  • EnnstalWiki-Artikel
  • museum-gb.at, abgefragt am 27. Juni 2018

Einzelnachweis

    • Der Ennstaler, Sonderausgabe 100 Jahre Der Ennstaler, August 2006