Klinik Diakonissen Schladming

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das Klinik Diakonissen Schladming
das alte Krankenhaus, seit 2006 außer Betrieb
alte Ansicht des alten Diakonissen-Krankenhauses

Das Klinik Diakonissen Schladming ist eine im westlichen Oberennstal gelegene, zentrale Gesundheitseinrichtung in Schladming.

Geschichte

An Stelle der ehemaligen Gastwirtschaft „Pichlhof", gegenüber dem einstigen Schwimmbad gelegen, wurde im 16. Jahrhundert das erste Spital in Schladming errichtet.

1594 übergab Hofkammerpräsident Ferdinand Freiherr von Grünbühel und Strechau der steirischen Landschaft ein „gemeinnütziges Spital mit konfessionellem Charakter" für kranke und arbeitsunfähige Bergleute. Wegen des evangelischen Stiftungsmotives wurde das Spital später beschlagnahmt und verkauft. Die Kaufsumme wurde aber in einem prozentuellen Anteil an die kranken und arbeitsunfähigen Schladminger Bergleute ausbezahlt.

1661 wurde für die hilfsbedürftigen Bergleute und deren Hinterbliebenen die Bruderlade, das heutige Stadtmuseum errichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde das Spital in den Räumen der ehemaligen Bürgerschule in der Coburgstraße errichtet und als dieses bald unter größtem Raummangel litt, ging man an den Bau des ersten Diakonissen-Krankenhauses Schladming auf einem 11 800 m² großen Grundstück. Ende des 20. Jahrhunderts war auch diese Institution schon überlastet und bedurfte dringend einer Erweiterung.

  • 2006 Nach schwierigen Verhandlungen über den Standort eines neuen Schladminger Krankenhauses konnte der Neubau seiner Bestimmung übergeben werden.

Das Architekturbüro Nickl & Partner GmbH aus München gewann 2001 einen internationalen Architektenwettbewerb unter 39 Einreichungen. Baubeginn Oktober 2004 bis November 2006 erbaut und im Juni 2007 eröffnet.

Seit 24. Jänner 2013 verfügt es über ein Diagnostikum Schladming. 2014 wurde das alte Krankenhaus wurde um zwei Millionen Euro an die Sonnenhang Schladming Projektentwiklungs-GesmbH verkauft.

Seit 1. Jänner 2014 wird das Krankenhaus von der Klinik Diakonissen Schladming GmbH einer 100% Tochter des Evangelischen Diakoniewerkes Gallneukirchen geführt.

Seit 1. Jänner 2015 unter der Bezeichnung Klinik Diakonissen Schladming geführt.

Bilanz Alpine Ski WM 2013

Gleich am ersten Wettkampftag der Alpinen Ski WM 2013 wurde die Amerikanerin Lindsey Vonn nach ihrem Sturz nach der Erstversorgung auf der Piste ins Klinik Diakonissen Schladming geflogen. Abteilungsleiter der Unfallchirurgie, Christian Kaulfersch, und die behandelnden Ärzte diagnostizierten schnell im Rahmen der Erstuntersuchung einschließlich Magnetresonanztomografie die Verletzung als eine komplexe Knieverletzung rechts.

Während dem Verlauf der WM mussten 21 weitere WM-Teilnehmer aus 17 Nationen im Krankenhaus behandelt werden. Dabei waren bei drei Personen Operationen notwendig. Aus dem WM-Mitarbeiter-Tross mussten 220 Personen im Krankenhaus ärztlich versorgt werden. Jedoch gab es sonst keine nennenswerten Behandlungen von Gästen, da die Hotels durch WM-Teilnehmer und -Betreuer-Teams im Raum Schladming ausgebucht waren und somit kaum andere Skitouristen sich im Gebiet aufhielten[1].

Abteilungen

Eine Interne Abteilung mit Ambulanzen
Eine Allgemein-Chirurgische Wochenklinik
Eine Abteilung für Unfallchirurgie mit Ambulanzen
Geburtshilfe mit zwei Entbindungszimmern und Entspannungsbadewanne
das Institut für Anästhesie und Intensivmedizin

Zahlen & Fakten

Grundstücksfläche: 20 519 m²
Nutzfläche: 7 515 m²
Verkehrsfläche: 3 884 m²
„Systemisierte“ Betten: 106
Parkplätze (im Parkdeck): 140
Gesamtkosten: 44,6 Millionen Euro (Preisbasis 09/2001)

Anschrift

Salzburger Straße 777
8970 Schladming
Telefon: 0 36 87 - 2020-0
Fax: 0 36 87 - 2020-7800
E-Mai: klinik.schladming@diakonissen.at

Bilder

Weblinks

Quellen

Einzelnachweis

  1. Quelle swiki:Salzburger Woche, Ausgabe swiki:Pongauer Nachrichten, 28. März 2013