Brünnerhütte

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Brünnerhütte

Die Brünnerhütte ist eine Berghütte am Nordhang des Stoderzinkens in 1 747 m ü. A.

Geschichte

Eine "illustre" Gesellschaft von rund 130 Personen hielt am 25. August 1887 der Mitterndorfer Fotograf K. Oberascher im Bilde fest. Der Anlass dazu war eine Erinnerung für alle Teilnehmer an der feierlichen Eröffnung des "Unterkunftshauses am Stoder-Zinken ". 17 Fahnen und zahlreiche Kränze schmückten eine bescheidene, einfache Hütte. Und auf diesem Erinnerungsfoto ist noch folgender Spruch abgedruckt :

Zwischen an Fleckl von Ennsthal und´n Plafond der Welt
Hat da guat Herrgott´n Stoderzinken hing´stellt.
Da auffi muaßt kraxln, da kannst Dir seg´n gnua
Die Tirolerwänd´,´nDachstein und a´s hohe Thor
Bist müad dann und hungrig so mach Dir nix draus,
Für das wird Dir g´holfen im Unterkunftshaus.

Aus der "Festschrift zum 70jährigen Bestand des Zweiges Austria, D. u. OAV" (Wien 1932) geht hervor, dass im Herbst 1886 die Sektion Oberes Ennstal (Sitz in Radstadt) mit dem Bau der Hütte begann. " Die neu gegründete Sektion Gröbming vollendete sie und am 25. August 1887 wurde die Hütte eröffnet". Das geht wörtlich aus dieser Festschrift hervor. Ein Jahr später erwarb die Sektion "Moravia" in Brünn dieses Bauwerk und nannte es "Brünnerhütte". 1902 wurde die Hütte von der Sektion Austria Wien gekauft. 1968 hatte die ÖAV Sektion Austria Wien die Brünnerhütte dann an Franz Stocker verkauft, um Schulden vom Bau der Rudolfshütte abbauen zu können. Dessen erste Initiative war der Einbau einer Zentralheizung. Vorher waren zwölf Einzelöfen zu beheizen. 1979, im Alter von 70 Jahren, verkaufte Stocker dann die Hütte an die Familie Steiner.[1]

Familie Steiner hatte die Hütte 2013 renoviert und bietet nun mit acht Zimmern, Etagen-WC und Dusche Schlafgelegenheit für ca. 20 Personen.

Besondere Eignung für den Wintersport

Eine besondere Eignung für den Wintersport wurde Brünnerhütte am Stoderzinken zugesprochen. Ausschlaggebend dafür - so in der Festschrift - die herrliche Skifahrt über den Hirzberg nach Kainisch oder Mitterndorf. Für die OAV S. Austria, deren Erschließungsarbeit am Dachstein schon damals Tradition hatte, war das der Grund, diese Hütte zu kaufen, sich 1915 die Bewilligung einer Schutzhütte auf der Lackenmoosalpe zu sichern (dieser Plan wurde später fallengelassen) und die Wintermarkierung, die heute noch besteht, über die Grafenbergalm und Lackenmoosalm zum Guttenberghaus herzustellen.

Die gute alte Brünnerhütte

Diese lag Unweit von den Stoderalmen und blickt auf eine wechselvolle Geschichte zurück. Hüttenwarte und Pächter kamen und gingen. 40 Jahre (1939- 1979) ist dann Franz Stocker auf dem Berg, auf "seiner" Hütte . Seit 1979 führt die Familie Steiner die Schutzhütte.

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle des Verkaufsjahres steinerhaus.at/Steinerhaus/Chronik.html