Brände in Schladming

Aus EnnstalWiki
Wechseln zu: Navigation, Suche

Es gab im Laufe der Geschichte mehrere Brände in Schladming

Allgemeines

In den vergangenen Jahrhunderten war Schladming oftmals Schauplatz folgenschwerer Brandkatastrophen. Schon aus dem Jahr 1550 ist uns ein verheerendes Schadenfeuer bekannt.

Stadtbrand 1618

Hauptartikel: Stadtbrand Schladming 1618

1618 forderte ein Großbrand sogar ein Todesopfer und noch einen Monat nach Ausbruch des Brandes mussten immer wieder Glutnester gelöscht werden.

Stadtbrand 1741

Hauptartikel: Stadtbrand Schladming 1741

1741 waren 22 Objekte von einer Feuerbrunst betroffen und 1814 gab es wiederum großen Feuerschaden, bei dem sowohl die katholische Stadtpfarrkirche Schladming als auch das evangelische Bethaus (die evangelische Kirche war damals noch nicht gebaut) arg in Mitleidenschaft gezogen wurden. Das Turmdach der katholischen Kirche stürzte ein und riss dabei die fünf Glocken, die durch die Hitze zum Teil geschmolzen waren, mit in die Tiefe. Seit dem Brand von 1814 gibt es als Bedachung des Kirchturmes bekanntlich die Zwiebelkuppel.

1836 und 1870 wurde die Schladminger Bevölkerung abermals durch Großbrände in Angst und Schrecken versetzt. Die Brandbekämpfung war mit großen Schwierigkeiten verbunden, da es zu dieser Zeit noch keine Feuerwehr im Ort gab und die Schladminger noch auf Selbsthilfe angewiesen waren.

1931

Hauptartikel: Stadtbrand Schladming 1931

Am 30. März 1931 schlugen um die Mittagszeit Flammen aus dem Schindeldach der Stadtpfarrkirche Schladming zum Himmel. Eine Katastrophe großen Ausmaßes nahm ihren Anfang, denn begünstigt durch einen Sturmwind breitete sich der Brand in kurzer Zeit über das östliche Ortsgebiet aus und verursachte an vielen Häusern großen Schaden.

Für die Schladminger Feuerwehr war trotz schlagkräftigem Einsatz die Lage aussichtslos, ohne fremde Hilfe des Brandes Herr zu werden. Es wurde im Raume von Werfen bis Trieben und im Ausseerland Großalarm gegeben, sodass schließlich 28 Wehren mit 700 Mann und 28 Motorspritzen im Einsatzstunden. Zur Bekämpfung von 19 Brandherden wurden insgesamt 10 km Schlauchlinien ausgelegt.

Wenige Tage nach der Brandkatastrophe trafen Landeshauptmann Dr. Anton Rintelen und Diözesanbischof Dr. Ferdinand Pawlikowski in Schladming ein und veranlassten nach Besichtigung der Brandstätten Hilfsaktionen durch die Landesregierung und die Diözese Graz-Seckau. Für den mustergültig geleiteten Einsatz der Feuerwehren sprach der Feuerwehr Landesverband dem Bezirkskommandanten Johann Schütter und dem Schladminger Wehrhauptmann Johann Hafer besonderen Dank und Anerkennung aus.

1956

Ein Großaufgebot an Wehren erforderte bekanntlich auch eine Brandkatastrophe in Schladming am 6. April 1956 im Bereich der Martin-Luther-Straße (Café Erlbacher, Café Schachner, Haus Dichtl, Hotel Grogger und Haus neben dem Gerichtsgebäude).

Quelle