Balthasar Prandtstätter

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Balthasar Prandtstätter (* um 1689; † 1756) war ein ein bedeutender Kunstschnitzer und Bildhauer im 18. Jahrhundert der steirischen Stadt Judenburg.

Leben

Über den Künstler Balthasar Prandtstätter, Bürger der Stadt Judenburg, ist historisch nur wenig überliefert. 1713 heiratete er in Judenburg. 1717 wurde Prandtstätter in den Bürgerverband dieser Stadt aufgenommen. In einem Objekt in Judenburg, Kaserngasse 5, war Balthasar Prandtstätter Begründer und Hauptvertreter einer florierenden Bildhauer- und Schnitzwerkstätte. Dabei handelte es sich um eine Barockkunstwerkstätte, in der unzählige Skulpturen, Altäre und Statuen geschaffen wurden. Arbeitete Balthasar Prandtstätter in seinen Anfängen mit Stein, so wandte er sich später der Holzschnitzerei zu. Charakteristisch für seine künstlerischen Holzarbeiten ist, dass diese meistens in Gold gefasst wurden. Ab den 40er-Jahren des 18. Jahrhunderts betrieb Balthasar Prandtstätter diese Kunstwerkstätte gemeinsam mit dem Bildschnitzer Johann Nischlwitzer. Aus der Judenburger Barockwerkstätte wurden über Jahrzehnte unzählige Kirchenanlagen im Ennstal, oberen Murtal und in Teilen Kärntens mit Altären und Heiligen Figuren ausgestattet. Zwischen den Monaten April und Oktober des Jahres 1756 verstarb der Barockschnitzer außerhalb von Judenburg.

Werke mit direktem Ennstalbezug

Nennenswerte Werke außerhalb des Ennstales

  • 1714: Frauensäule in Knittelfeld
  • 1717: Johannes-Nepomuk-Säule in Judenburg
  • 1718: Rosalienstatue der Murauer Frauensäule
  • 1722: Statuen der Pfarrkirche Pusterwald
  • 1727: Altarleuchter der Pfarrkirche Pöls
  • 1728: Kanzel, Hochaltar und Seitenaltäre der Pfarrkirche Allerheiligen bei Pöls
  • 1730: Hochaltar Pfarrkirche Turrach
  • 1734: Hochaltar der Kirche Sankt Margarethen bei Knittelfeld
  • 1746: Apostel der Pfarrkirche Metnitz
  • 1747: Hochaltar der Propsteikirche von Straßburg
  • 1750: Statuen der Pfarrkirche Scheifling

Quelle