Altausseer Brüder als Lebensretter

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Altausseer Brüder als Lebensretter im März 2016 in Schweden.

Das Ereignis

Die beiden Altausseer Dr. Stefan Petritsch, derzeit Turnusarzt am Landeskrankenhaus Graz, und Dr. Georg Petritsch, Jurist in der Kanzlei von Dr. Karl Wilfinger, waren Anfang März beim „Vasaloppet“, dem berühmten Wasalauf in Schweden, unterwegs, als sie dort einer mitlaufenden Sportlerin das Leben retten konnten.

Begonnen hatte alles sehr entspannt:

Georg und Stefan Petritsch waren zum 30. Geburtstag mit Vater Hans und einer Freundin nach Schweden gereist, um dort den Wasalauf zu absolvieren. Die Langläufer hatten auch bessere Startplätze erhalten, da sie als Mitglieder des Austria-Skimarathon-Teams unter den ersten 300 Startern gereiht waren. „Nach rund zehn Kilometern bin ich mit meinem Bruder dann gemeinsam gelaufen, als hinter einem Hügel, mitten im Wald, bei Kilometer 37,5 eine junge Sportlerin am Boden lag und ein Schwede um Hilfe rief“, schildert Dr. Georg Petrisch die Situation. „Ich hatte zufällig ein Mobiltelefon dabei und setzte einen Notruf ab, Stefan übernahm als Arzt die Erste Hilfe“, so Petritsch.

Die bekannte schwedische Sportlerin Helene Söderlund hatte einen Asthmaanfall erlitten, ihren Spray hatte sie nicht dabei. Nach rund 15 Minuten kam ein Skidoo mit einem Ackja und übernahm die Schwedin.

Die beiden Brüder standen dann vor der Situation, den Lauf abzubrechen oder fertig zu laufen: „Wir haben uns gedacht, wenn wir schon einmal da sind, können wir auch gleich bis ins Ziel laufen. Drei Kilometer nach der Stelle mit der jungen Schwedin hat dann jemand meinem Bruder den Teller vom Langlaufstock abgetreten und da wir ohne Steigwachs unterwegs waren, war dies ziemlich schwierig. Erst bei Kilometer 61 erhielten wir dann ein Ersatzteil und haben dann beide noch eine Medaille bekommen, da wir mit einer Zeit von 5:41 Stunden noch im vorderen Bereich waren. Das Sportliche ist jedoch angesichts dieses Notfalles in den Hintergrund geraten“, so Georg Petritsch abschließend.

Zwei Tage nach der Rettungsaktion bedankte sich Helene Söderlund auf ihrer Homepage bei den Helfern. Da sie dabei von einem „Nahtod-Erlebnis“ schreibt, dürfte die Hilfe der beiden Brüder wirklich in letzter Sekunde erfolgt sein.

Quelle