Adam von Lebenwaldt

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Dr. Adam von Lebenwaldt, eigentlich Adam Johann Christoph Lebaldt von und zu Lebenwaldt (* 15. November 1624 in Sarleinsbach, Oberösterreich; † 20. Mai 1696 in Leoben, Steiermark), war ein österreichischer Epigrammatiker und Lehrer der Medizin.

Leben

Er besuchte er die Lateinschule in Linz und studierte in Graz Philosophie. Da es in Graz keine medizinische Fakultät gab, ging er nach Padua um Medizin zu studieren. Nach seiner Promotion 1652 zum Doktor der Medizin wurde er Hausarzt im Benediktinerstift Admont und Landschaftsmedikus für das Enns- und Paltental. Er der Leibarzt von Abt Urban Weber.[1] Wegen seiner Verdienste als Pestarzt wurde er 1659 geadelt. Er empfahl besonders die Wacholderbeere als Vorbeugung gegen eine Pestinfektion.

1679 wurde er von Kaiser Leopold I. zum Dichter gekrönt (Poeta laureatus). Er trat gegen Kurpfuscherei und Aberglauben auf. Von 1674 bis 1684 lebte er im Schloss Stibichhofen in Trofaiach, dessen Eigentümer er war. Seine letzten Lebensjahre verbrachte in Leoben. Am 7. Februar 1683 wurde Adam von Lebenwaldt mit dem akademischen Beinamen AESCULAPIUS II. als Mitglied (Matrikel-Nr. 113) in die Leopoldina aufgenommen.

Literatur

  • Anton Sommer: Studien zu Lebaldt von Lebenwaldts Dichtungen. Dissertation, Wien 1949.
  • Ernst Osterkamp: Lebaldt von Lebenwaldt, Adam. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 14, Duncker & Humblot, Berlin 1985, ISBN 3-428-00195-8, S. 16 f. (Digitalisat).
  • Elfriede Grabner: Ein steirischer Arzt im Barock. Heilkunde und Volksglaube des 17. Jahrhunderts bei Adam von Lebenwaldt. in: Zeitschrift des Historischen Vereines für Steiermark, 83. Jg., Graz 1992 S. 335–370

Quellen

und dortige Quellen u. a. Dr. Adam von Lebenwaldt (geboren 1624, gestorben 1696) – Ein steirischer Arzt als Befürworter des Hexenwahnes

Einzelnachweis

  1. Quelle Facebook Benediktinerstift Admont, Juli 2020