Österreichischer Museumstag

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Leopold Kupelwieser: Erzherzog Johann im Rock mit grünen Aufschlag, 1828, Neue Galerie Graz;
Der Österreichische Museumstag ist die einmal jährlich stattfindende Plattform der österreichischen Museen. Er wird von ICOM Österreich gemeinsam mit dem Museumsbund Österreich und einem jeweiligen Gastgebermuseum seit 1989 veranstaltet.Neben Vorträgen und Diskussionen zu museumsrelevanten Themen stehen Fachbesuche von Museen des jeweiligen Gastgeberbundeslandes auf dem Programm.

Österreichischer Museumstag 2011

Der Österreichischer Museumstag 2011 fand aus Anlass des 200jährigen Bestandes und der Wiedereröffnung des Universalmuseums Joanneum in Graz vom 24. bis 26. November statt. Das Universalmuseum Joanneum ist mit einer Außenstelle im Schloss Trautenfels im Ennstal vertreten.

200 Jahre Universalmuseum Joanneum Graz

1811 wurde dieses Museum von Erzherzog Johann gegründet.

Das Universalmuseum Joanneum in Graz spiegelt mit seinen Sammlungen, Ausstellungen und Orten die welterfassende und weltdeutende Idee des Museums. Die Verbindung des 200. Museumsjubiläums 2011 mit dem Österreichischen Museumstag lag es nahe, diese Idee ins Zentrum dieser wichtigsten jährlichen Zusammenkunft der Museumsmitarbeiter zu rücken.

Alle Museen, unabhängig von ihrer Größe, ihren Sammlungsschwerpunkten und ihres Typs, haben es mit der Dialektik von Identität und Andersheit, von Herkunft und Zukunft, von Natur und Kultur, von Erinnern und Vergessen, von Eigenem und Fremdem zu tun. Das Vertrauen in die Idee einer enzyklopädischen Erfassung der Welt und ihre umfassende Erzählbarkeit ist am Verschwinden. Aber nicht die Idee eines Ortes, an dem in einer offenen, immer aufs Neue einsetzenden, tastenden, auch vom Verfehlen bedrohten Weise, versucht wird, unser Verhältnis zur Welt zu reflektieren und uns in ihr zu orientieren.

Museen sind hybride Institutionen, in ihnen wirkt das Sammeln, das disziplinäre Forschen, das Ausstellen ebenso zusammen, wie sein architektonischer und sozialer Raum, seine Geschichte, die Erfahrungen, die Blicke und die Wünsche der Besucher, das unendliche Theater der Bedeutungen der Dinge.

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Quellen